Tankbetrug flog auf: Lilienfelder RK-Mitarbeiter fristlos entlassen

Aktualisiert am 22. November 2022 | 08:59
Lesezeit: 2 Min
Tanken Symbolbild
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Foto: shutterstock.com/Syda Productions
Rotkreuz-Mitarbeiter füllte seinen Privat-Pkw mit Sprit an, aber mit der Rettungs-Tankkarte. Betrug flog nach einem Erstbericht des "Kurier" auf.
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Beim Roten Kreuz (RK) Lilienfeld ist das Team enttäuscht. Und auch verärgert. Der Grund: Ein Mitarbeiter hat sich auf Kosten der Rettungsorganisation bereichert. Er schnappte sich die Tankkarte und füllte damit mehrmals seinen eigenen Pkw mit Sprit an. Doch das ging nicht lange gut.

„So ein Verhalten hat keinen Platz in unserem Verein“

Der Betrug ist bereits im ersten Monat aufgefallen und konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden. „Wir haben eine hohe Verantwortung gegenüber unseren Spenderinnen und Spendern. Daher haben wir auch klare, finanzielle Prüfmechanismen installiert“, betont RK-Bezirksstellengeschäftsführer Christopher Scheidl-Ibrahim.

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Bezirksstellengeschäftsführer Christopher Scheidl-Ibrahim und Bezirksstellenfachreferentin für Finanzen, Martina Spilka, bei der Rechnungskontrolle, Unregelmäßigkeiten fallen so schnell auf.
Foto: ÖRK, Bezirksstelle Lilienfeld

Rechnungen werden mehrmals finanziell und auf Plausibilität kontrolliert und von mehreren Personen in einem standardisierten Prozess freigegeben. „Es hat sich gezeigt, dass diese Mechanismen auch funktionieren. Wir haben daher umgehend Anzeige erstattet und den erst wenige Wochen zuvor angestellten Mitarbeiter fristlos entlassen“, erläutert Scheidl-Ibrahim.

Den finanziellen Schaden im niedrigen dreistelligen Bereich hat der abtrünnige Sanitäter beglichen. Ebenso hat das Rote Kreuz für ihn eine Mitarbeitssperre - auch als Ehrenamtlicher - für ganz Niederösterreich ausgesprochen.

„So ein Verhalten hat keinen Platz in unserem Verein“, unterstreicht er. Und: „Wir bedauern den Vorfall. Zeitgleich zeigt es uns, dass wir sehr verantwortungsvoll mit dem uns anvertrauten Geld umgehen und klare Konsequenzen ziehen.“

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