Ortschef sagt in Mariazell adé. Manfred Seebacher übergibt Amt an Michael Wallmann. Spitzenkandidat für Gemeinderatswahl 2020 ist Johann Kleinhofer.

Von Astrid Krizanic-Fallmann. Erstellt am 14. April 2019 (03:27)
Krizanic-Fallmann
In guten Händen sei das Bürgermeister-Amt bei Michael Wallmann (r.), betont Manfred Seebacher (l.).

Ein historisches Ereignis war nach der Fusionierung mit St. Sebastian, Gußwerk und Halltal die konstituierende Sitzung des Gemeinderats der Stadt Mariazell am 23. April 2015, bei welcher Manfred Seebacher als erster sozialdemokratischer Kandidat einstimmig zum neuen Bürgermeister gewählt wurde.

Für ihn ein ebenso wichtiger Tag wird der 31. Mai 2019. „Da habe ich meinen 60. Geburtstag und das Privileg, als steirischer Gemeindebediensteter in Pension gehen zu dürfen“, erklärt Seebacher. Gleichzeitig legt er aus gesundheitlichen Gründen die Bürgermeister-Funktion zurück. „Es war eine tolle Zeit mit Höhen und Tiefen, aber die positiven Seiten überwiegen“, kommentiert er im NÖN-Gespräch seine 25 Jahre in der Kommunalpolitik.

Mariazeller Land GmbH
Als „Riesenehre“ bezeichnet indes Johann Kleinhofer seine Kandidatur.

Vor Mariazell fungierte Seebacher bereits seit 1994 als Ortschef der ehemals eigenständigen Gemeinde St. Sebastian. Mit einer geordneten Nachfolge beendet er nun seine Tätigkeit. Einziger Tagesordnungspunkt bei der Gemeinderatssitzung am 31. Mai wird die Wahl des jetzigen 1. Vizebürgermeisters Michael Wallmann zum Stadtoberhaupt sein. „Das ist für die Gemeinde die allerbeste Lösung, weil ein Profi übernimmt, der das Geschäft kennt“, kommentiert Seebacher den Wechsel. Der vormalige Bürgermeister von Gußwerk hätte auch besonders zum Gelingen der Gemeindefusionierung beigetragen, streut der scheidende Mariazeller Amtsinhaber seinem Co. und Nachfolger Rosen.

Dem SPÖ-Team für die Gemeinderatswahl Anfang 2020 steht der 54-jährige Wallmann jedoch genauso nicht mehr zur Verfügung. Nominiert als roter Spitzenkandidat wurde indes mit Johann Kleinhofer ein über die Region hinaus bekanntes Gesicht. „Bürgermeister in Mariazell zu werden, war nicht in meiner Lebensplanung, aber es ist eine Riesenehre, in Betracht gezogen zu werden“, sagt Kleinhofer über die für ihn „überraschende Anfrage“ seitens der Parteispitzen.

Politische Erfahrung sammelt der Geschäftsführer der Mariazellerland GmbH und der Bürgeralpe Seilbahnbetriebs GmbH seit zwei Jahrzehnten schon als SPÖ-Gemeinderat in St. Sebastian und seit der Zusammenlegung in Mariazell. Für den Bürgermeister-Posten gibt Kleinhofer die Stelle in der Mariazellerland GmbH auf, 14 Personen bewarben sich für seinen Job. „Ich freue mich darauf, meine neue Aufgabe mit Elan erfüllen zu können“, sieht Kleinhofer dem Urnengang im nächsten Jahr erwartungsvoll entgegen.