Corona-Impfung ist Pflicht: Wirbel um Ausschreibung

Wer Gemeindejob in Rohrbach haben will, braucht Corona-Schutzimpfung. Schlagabtausch in sozialen Netzwerken war die Folge.

Markus Zauner
Markus Zauner Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:54
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Foto: Shutterstock/Champion Studio

Einen Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung für 40 Wochenstunden sucht die Gemeinde Rohrbach. An sich nichts Ungewöhnliches, wäre in der öffentlichen Ausschreibung nicht die Corona-Schutzimpfung als ein Aufnahmekriterium angeführt worden.

In den sozialen Netzwerken lieferten sich daraufhin Impfbefürworter und Impfskeptiker einen regen Schlagabtausch.

Acht Bewerbungen bis Ende der Frist eingelangt

„Was hat eine Stellenausschreibung mit einer Impfung zu tun?“, „Arbeitgeber-Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern. Er muss seine Mitarbeiter schützen“ oder „Ich bin auch geimpft, aber fair ist es nicht, sie als Voraussetzung anzuschreiben“: Das sind nur drei der unzähligen Kommentare.

Bürgermeister Karl Bader (ÖVP) verteidigt die Ausschreibung: „Bei Neuaufnahmen besteht ganz einfach die Möglichkeit, sicherzustellen, dass Mitarbeiter eine Schutzimpfung vorweisen müssen. Im Interesse der Mitarbeiter und der Bürger halte ich das für angemessen.“ Die entfachte Facebook-Debatte über die Corona-Impfung als Aufnahmekriterium hätte ihn „nicht überrascht“, betont Ortschef Bader.

Beworben haben sich um den Gemeindejob bis zum Ende der Frist am vergangenen Freitag nach Auskunft des Bürgermeisters acht Personen. Ob es sich dabei tatsächlich nur um Geimpfte handle, könne derzeit noch nicht gesagt werden, da dies aus den Unterlagen nicht eindeutig hervorgehe. „Das wird im Gespräch dann zu klären sein“, kündigt Bader an.

Die Aufnahme erfolge nach Abschluss des Auswahlverfahrens. „Der genaue Zeitpunkt hängt auch von den Bewerbern ab“, präzisiert der Ortschef.