Mit Hercules in den Kosovo. Rohrbachs Bürgermeister und Bundesrat Karl Bader besuchte zwei Tage lang die österreichischen KFOR-Truppen, die der Hainfelder Stefan Lampl leitet.

Von Markus Zauner. Erstellt am 29. Juni 2018 (05:27)
NOEN, privat
Thomas Hauser, Landesrat Elmar Podgorschek, Oberst Stefan Lampl,Bundesrat Karl Bader und Oberstleutnant Friedrich Rescheneder (v. l.) vor der Hercules-Maschine, mit der Bader in den Kosovo reiste.

Seit 1. April steht Stefan Lampl, Oberst des Generalstabsdienstes, als Kommandant des österreichischen KFOR-Kontingents im Kosovo im Einsatz. In der Hauptschule war der Hainfelder Schüler des jetzigen Rohrbacher Bürgermeisters und Bundesrates Karl Bader — ein Kontakt, der Bader auf Einladung Lampls in der vergangenen Woche einen zweitägigen Besuch bei den österreichischen Soldaten im Kosovo ermöglichte.

„Es war eine spannende Reise“, zieht Bader Bilanz. Mit der altehrwürdigen Hercules-Militärmaschine ging es für den Rohrbacher ins Krisengebiet am Balkan. „Vielen ist nicht bewusst, dass es keine eineinhalb Flugstunden von Österreich entfernt eine brisante Situation gibt“, ruft Bader in Erinnerung.

Vielen ist nicht bewusst, dass es keine eineinhalb Flugstunden von Österreich entfernt eine brisante Situation gibt“

Derzeit versehen 438 Bundesheerangehörige aus Österreich Dienst im Kosovo, davon rund 80 aus Niederösterreich. „Die Truppen sind seit 1999 zur Friedenssicherung im ethnischen Konflikt zwischen Serben und Albanern tätig“, weiß Bader. Er bekam hautnah lauernde Gefahren mit: „Alles ist sehr stark vermint.“ So seien verfallene Häuser mit hohem Gras Garant für Minenfelder.

Genächtigt hat der Rohrbacher Mandatar im Camp in Pristina, wo das Hauptkontingent der österreichischen Truppen stationiert ist. Am Programm stand unter anderem ein Besuch eines Militärstützpunktes im Westen des Kosovo.