Karriere in Männerdomäne: 50 Prozent Frauen im Betrieb. Bei Rohrbacher Ziviltechniker für Bauwesen ist das weibliche Geschlecht stark vertreten.

Von Eva Steyrer. Erstellt am 18. Juni 2021 (03:09)
Kalczyk & Kreihansel.
Einen 50-prozentigen Frauenanteil hat die Rohrbacher Ziviltechnikergesellschaft Kalczyk & Kreihansel. Hier Technikerin Anna Matzinger, Baumeisterin Isabell Stella-Edelbauer und Geschäftsführer Alexander Kreihansel.
Birgit Scheikl

Frauen in männerdominierten Berufen gibt es – allerdings sind sie in der Regel in der Minderheit. Nicht so bei der Firma Kalczyk & Kreihansel in Bernreit. Denn zehn von insgesamt 20 Mitarbeitern sind bei der Ziviltechnikergesellschaft für Bauwesen weiblich und arbeiten in einem breiten Tätigkeitsfeld als Planungs- und Beratungsprofis. Die NÖN nahm das Unternehmen genauer unter die Lupe.

„Wir übernehmen die Planung und berechnen die Statik von der ersten Idee bis zur Fertigstellung. Selbstverständlich widmen wir uns auch der örtlichen Bauaufsicht und der Baustellenkoordination“, gibt die technische Projektleiterin Isabell Stella-Edelbauer auf NÖN-Anfrage Auskunft. Kalczyk & Kreihansel-Geschäftsführer Alexander Kreihansel, Ingenieurkonsulent für Bauwesen, ergänzt dazu: „Wir erstellen Studien und Einreichpläne von Einfamilienhäusern oder öffentlichen Gebäuden wie Tagungszentren und Kindergärten. Ebenfalls übernehmen wir statische Berechnungen für Neubauten beziehungsweise Um- oder Ausbauten. Wir sind aber auch in den Bereichen Hallenbau für Industrie und Landwirtschaft sowie Brückenbau tätig.“

Apropos Brückenbau: Neben dem Projektleiter der Tragwerksplanung, Claus Marton, wird in der Brückeninspektion derzeit die 24-jährige Rohrbacherin Anna Matzinger ausgebildet. Die Technikerin besucht berufsbegleitend den Aufbaulehrgang, der sich neben anderen Schwerpunkten ebenfalls mit rechtlichen und technischen Themen beschäftigt.

Familie und Beruf unter einen Hut bringen

„In unserem Betrieb wird insgesamt großer Wert auf eine familienfreundliche Arbeitswelt gelegt“, betont Stefan Fuchs, Ingenieurkonsulent für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft sowie Baubiologe. Alexander Kreihansel weiß indes: „Wir wollen unseren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, die beruflichen Chancen zu nutzen, als auch Familie und Beruf optimal miteinander zu vereinbaren. So werden sowohl das Gleitzeitmodell als auch die Homeoffice-Möglichkeit nicht nur in Zeiten von Corona gerne von der Belegschaft angenommen.“

Interesse für die Baubranche erweckte der Ziviltechnikbetrieb Kalczyk & Kreihansel übrigens erst unlängst im Rahmen der virtuellen Firmenmesse der HTL Krems. Bei diesem Online-Event präsentierte das Unternehmen sein breites Leistungsspektrum. „Wir hoffen, dadurch wieder junge Techniker aber auch Technikerinnen für die Baubranche begeistert zu haben“, so die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Kreihansel und Fuchs unisono.