Sorge bei den Jägern: Wildunfälle steigen wieder. Rohrbach/Bezirk Lilienfeld: Wirkung der installierten Warnreflektoren lässt nach.

Von Eva Steyrer. Erstellt am 28. April 2021 (04:10)
Besorgt zeigt sich Rohrbachs Jagdleiter Martin Fischer: „Trotz zahlreicher Wildwarnreflektoren, die an Leitpflöcken montiert wurden, passieren sehr viele Wildunfälle.“  :
Steyrer

In einer groß angelegten Verkehrssicherheitsaktion startete die heimische Jägerschaft vor fünf Jahren in Kooperation mit dem Land NÖ das Projekt „Wildtiere und Verkehr“. Zwischen dem Rohrbacher Sportplatz und der Bezirksgrenze Richtung Michelbach wurden damals 200 blaue Wildwarnreflektoren an Leitpflöcken befestigt. Diese sollen das Wild davon abhalten, vor herannahenden Autos die Straße zu überqueren.

Die Zahl der Wildunfälle steigt wieder.
Privat

„Leider ist beim Wild ein gewisser Gewöhnungseffekt eingetreten, denn es passieren wieder vermehrt Unfälle in diesem Straßenabschnitt“, zeigt sich Jagdleiter Martin Fischer besorgt. „Vor allem in den Übergangszeiten Frühling und Herbst beziehungsweise am frühen Morgen und in der Abenddämmerung droht die größte Gefahr für ungewollte Crashes im Straßenverkehr“, analysiert Fischer. Rohrbachs Jagdleiter hat dazu auch eine österreichweite Statistik parat. Derzufolge kommt es im Schnitt alle sechs bis zehn Minuten zu einem Unfall mit Wildtieren im Straßenverkehr, was rund 80.000 Wildunfälle pro Jahr ergibt. „Wobei die Dunkelziffer hier noch nicht eingerechnet ist“, betont Fischer.

Und: Für den Menschen sei der unerwünschte Kontakt mit den Waldbewohnern ebenso nicht ungefährlich, manchmal sogar lebensgefährlich, gibt Martin Fischer zu bedenken. Die Rohrbacher Jägerschaft appelliert daher – im Eigeninteresse der Straßenverkehrsteilnehmer – an eine vorsichtige Fahrweise und Temporeduzierung in diesem Straßenbereich.

Umfrage beendet

  • Wart ihr schon einmal in einen Wildunfall verwickelt?