„Echt stark“: Projekt soll Selbstwert heben. Claudia Vogel beschäftigt sich in den Mittelschulen Hainfeld und St. Veit mit Schülerinnen im Alter von zehn bis elf Jahren.

Von Markus Zauner. Erstellt am 18. Oktober 2019 (08:36)
privat
Musiktherapeutin Claudia Vogel bei der Arbeit.

Sie arbeitet mit unterschiedlichsten Patientengruppen anhand des Mediums Musik: Seit Mai 2018 ist Claudia Vogel in Rohrbach niedergelassene Musiktherapeutin — die einzige im ganzen Bezirk. Zudem steht sie auch mobil im Einsatz, etwa in Institutionen wie dem Psychosozialen Dienst Lilienfeld oder der Caritas-Werkstätte.

Neu ist das musiktherapeutische Projekt „Echt stark“, das Vogel jetzt im Herbst in den Neuen Mittelschulen (NMS) Hainfeld und St. Veit anbietet. Dieses richtet sich an Mädchen im Alter von zehn bis elf Jahren. „Projektziel der präventiven Arbeit mit gesunden Schülerinnen ist, in Kleingruppen den Selbstwert der Mädchen mit Hilfe von Gesprächsangeboten zu altersrelevanten Entwicklungsthemen (Freundschaft, Schule, Eltern, Körper, Sinnfragen) zu stärken“, verrät Vogel. Zu den Gesprächsinhalten werden Spielideen mit Instrumenten, Stimme und Bodypercussion angeboten oder von den Mädchen selbst kreiert.

Je Standort soll eine Gruppe von vier bis sechs Mädchen geführt werden. Die genaue Teilnehmerinnenanzahl in den Schulen Hainfeld und St. Veit steht noch nicht fest. „Die Mädchen der ersten Klassen dürfen sich jetzt im Oktober anmelden, die Teilnehmerinnen werden dann ausgelost“, informiert Vogel. Über den Erfolg von „Echt stark“ kann freilich erst nächstes Jahr befunden werden.

„Das Projekt wird von meiner deutschen Musiktherapiekollegin Lisa Prechtl im Rahmen ihrer Dissertation evaluiert und über Forschungsgelder finanziert. Es finden 20 Projekte in Österreich und Deutschland statt. Aussagen über die Verbesserung des Selbstwertes teilnehmender Mädchen am Projekt werden erst nach Fertigstellung der Arbeit im Herbst 2020 zugänglich sein“, erklärt Vogel.