Lange Wartezeit ärgert Gäste im Bezirk Lilienfeld. Pendler müssen in Lilienfeld bis zur Weiterfahrt Richtung Kernhof teils 55 Minuten ausharren.

Von Markus Zauner. Erstellt am 29. Juli 2020 (04:29)
Aktuell fahren keine Züge auf der Traisentalbahn ab Wilhelmsburg in Richtung Schrambach. Der Schienenersatzverkehr ist wegen teils langer Wartezeiten in die Kritik geraten.
NÖN

Die mangelhafte Anpassung des Fahrplans im Zuge des derzeitigen Schienenersatzverkehrs zwischen Wilhelmsburg und Schrambach sorgt bei Pendlern für Kopfschütteln. „Die Busse von Wilhelmsburg, Abfahrt zur Minute 59, erreichen den Bahnhof Lilienfeld zur Minute 28. Die Weiterfahrt in Richtung Kernhof erfolgt zur Minute 50, das bedeutet also eine Wartezeit von 22 Minuten“, rechnet Bernhard Steiner, ein betroffener Fahrgast aus Hohenberg, vor.

Noch viel schlechter seien die Verbindungen von Wilhelmsburg mit Abfahrt zur Minute 24 und Ankunft am Lilienfelder Bahnhof zur Minute 55. „Damit ergibt sich eine Wartezeit von 55 Minuten, denn die Busse von Lilienfeld in Richtung Kernhof haben Abfahrt zur Minute 50“, mokiert sich Steiner. Es sei daher völlig unverständlich, warum der Bus in Lilienfeld nicht etwa acht Minuten später abfahre, um so die Gesamtfahrzeit für die zahlenden Gäste drastisch zu reduzieren. „Noch dazu, wo bei der Fahrt von Lilienfeld nach Kernhof keine Rücksicht auf andere Verkehrsmittel genommen werden braucht, weil es keine sonstigen gibt“, ätzt der Pendler aus Hohenberg.

Bedauern bei den ÖBB, VOR muss eingreifen

Die ÖBB bedauern auf NÖN-Anfrage, dass die notwendigen Bauarbeiten auf der Strecke Wilhelmsburg bis Schrambach und der damit verbundene Schienenersatzverkehr (SEV) für Unannehmlichkeiten bei den Fahrgästen sorgen. Die Koordination der SEV-Busse liege zwar im Bereich der ÖBB. Aber: „Auf resultierende Erfordernisse zur Adaption von Anschlüssen von SEV-Bussen auf Regionalbusse haben wir keinen direkten Einfluss“, betont ÖBB-Sprecher Daniel Pinka. In diesem Fall müsse der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) eingreifen, um die Wartenzeiten (und somit die Gesamtfahrdauer für die Pendler) zu reduzieren.

Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe gab es seitens des VOR noch keine Antwort.