Erstellt am 11. Januar 2011, 09:20

Skulpturenpark ist eine Sehenswürdigkeit. BILDHAUER /  18 Großobjekte hat Gottfried Höllwarth um seine Villa aufgestellt. Inspiriert ist Konzept vom japanischen Garten.

Objekte. Die Steinskulpturen im Park von Bildhauer Gottfried Höllwarth und seiner Frau Isolde Joham erinnern an alte Wegmarken. Als Material hat Höllwarth vor allem Granit gewählt, „weil er für mich durch seinen enormen Widerstand ein unerbittlicher Lehrmeister ist“.ZVG  |  NOEN
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VON ASTRID KRIZANIC-FALLMANN

HAINFELD / Im Laufe der letzten Jahre ist der Skulpturenpark von Gottfried Höllwarth gewachsen, einen umfassenden Beitrag widmete ihm jüngst auch die Fachzeitschrift „Stein Time“.

Der äußere Teil ist der Künstlervilla vorgelagert. Er beheimatet sechs Großskulpturen auf 2000 Quadratmetern und ist öffentlich zugänglich. Der innere Garten umfasst 12 Großskulpturen und neben dem Haus auch das Ausstellungsgebäude für die Bilder von Malergattin Isolde Joham. Er hat eine Größe von 10.000 Quadratmetern und ist nur gegen Voranmeldung zugänglich. Inspiriert ist er vom Konzept des japanischen Landschaftsgartens. Waagrechte, unregelmäßig konturierte Schotterflächen symbolisieren das Erscheinungsbild des ausgetrockneten Flussbettes. Im Gegensatz zu seinen Objekten aus anderem Material, beispielsweise Metall, sind hier alle Arbeiten aus Naturstein, die meisten Findlinge aus Granit. „Durch seinen enormen Widerstand ist dieser ein unerbittlicher Lehrmeister“, weiß Höllwarth. Überall zu sehen ist auch die Kreuzform. „Das X ist der Schnittpunkt zweier elementarer Kraftlinien und in seiner Komplexität weit über das christliche Symbol hinaus von Bedeutung“, erklärt der Bidlhauer, „die Diagonale steht für Aktivität, die zweite Diagonale für Aktivität in entgegengesetzter Richtung und ist somit Urquell unendlicher Beziehungen und Konflikte. Für mich als Künstler ein unerschöpfliches Thema.“