Hainfelder Firma Grundmann setzt auf Umweltschutz. Auf Solarpaneele zur Stromerzeugung folgt Biomasseheizung. Störche am Schornstein im Livestream zu sehen.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 11. Juli 2019 (06:10)
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Walter Kunz, Geschäftsführer der Firma iTECH, Bürgermeister Albert Pitterle, Friedrich Gruber, Geschäftsführer der Firmen Grundmann und Hafelder Präzisionsteile, sowie Franz Gehrer (von links) begutachteten im Rahmen der Endabnahme der Solaranlage alle Teile ganz genau.

Die Firma Grundmann setzt auf Klimaschutz und effiziente Energienutzung. Daher wurden auf den Dächern der Produktionsgebäude mehrere hundert Quadratmeter Solar-paneele zur Stromerzeugung installiert.

„Es ist mir wichtig, dass die Wertschöpfung bei Großaufträgen in diesem Ausmaß innerhalb des Bezirkes bleibt.“Friedrich Gruber, Grundmann-Geschäftsführer

Geschäftsführer Friedrich Gruber hat bereits bei seiner Firma Hafelder in Ramsau eine 200 Kilowatt große Solaranlage zur Stromproduktion errichtet und ist seit Inbetriebnahme davon begeistert: „Die unabhängige Stromproduktion, die geringen Betriebskosten für den Strom und der nachhaltige Aspekt waren für mich der ausschlaggebende Beweggrund zur neuerlichen Investition“, erzählt er. 230.000 Euro hat der Unternehmer für die neue 200 Kilowatt starke Anlage in die Hand genommen.

Planung, Montage und Ausführung der Photovoltaik-Anlage wurden vom Rohrbacher Elektrounternehmen iTECH durchgeführt. „Die Arbeiten waren in kürzester Zeit zufriedenstellend ausgeführt. Es ist mir wichtig, dass die Wertschöpfung bei Großaufträgen in diesem Ausmaß innerhalb des Bezirkes bleibt“, betont er.

Doch Friedrich Gruber hat bereits das nächste Projekt auf seinem Schreibtisch liegen — eine moderne Biomasseheizung mit fast 1.000 Kilowatt Brennleistung am Standort in Hainfeld. Dafür wird ein alter fossiler Kessel stillgelegt und ein umweltfreundlicher Hackschnitzelkessel in Betrieb genommen.

Storchenfamilie „überwachte“ die Montage

Die Gründe zur Entscheidung für den Biomassekessel sind dieselben wie bei der Solaranlage. „Neben der Reduzierung der Betriebskosten, dem Gewinn an Unabhängigkeit bei der Wärmeproduktion und der Verpflichtung zum Umweltschutz sollen regionale Landwirte durch eine etwaige Hackschnitzelanlieferung profitieren können“, lässt er wissen.

„Es ist mir wichtig, dass die Wertschöpfung bei Großaufträgen in diesem Ausmaß innerhalb des Bezirkes bleibt.“ Friedrich Gruber, Grundmann-Geschäftsführer

„Streng überwacht“ wurde die Montage der Solarpaneele übrigens durch eine Storchenfamilie, die sich auf einem stillgelegten Kamin am Betriebsgelände schon vor Jahren niedergelassen hat. „Es ist eine Sensation! Entgegen dem durchschnittlichen Nachwuchs von gerade mal zwei Jungen pro Familie haben heuer vier Tiere das Licht der Welt erblickt“, jubelt Gruber. Ein Livestream der Storchenfamilie ist unter http://www.grundmann.com/index.php/de/service/storch zu sehen.