Brandstifter, Vandalen und Treibstoffdiebe. Hofstettener und St. Aegyder haben eine Reihe an Straftaten in zwei Bezirken begangen.

Von Redaktion NÖN.at. Update am 24. November 2020 (13:39)

Jetzt steht fest, wer die Wavenet-Masten im März dieses Jahres im Pielachtal in Brand gesteckt hat: Ein Hofstettener konnte als mutmaßlicher Täter entlarvt werden.

Die NÖN berichtete : Vorerst Unbekannte setzten in den frühen Morgenstunden des 4. März in Rabenstein und Hofstetten-Grünau zwei Wavenet-Masten und am 25. März einen weiteren in Rabenstein in Brand. Nach Ermittlungen der Polizei Rabenstein geriet ein 29-Jähriger ins Visier der Ermittler. Dieser soll sich im April einer grenzpolizeilichen Kontrolle in Tschechien entzogen haben. Bei einer späteren Fahrzeugüberprüfung stellten tschechische Polizisten im Pkw des Mannes eine Schrotflinte, Munition, zwei „Scream-Masken“ sowie Suchtmittel sicher. Die tschechischen Behörden zeigten ihn auf freiem Fuß an. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten erließ jedoch einen EU-Haftbefehl. Die tschechische Polizei nahm den Hofstettener am 4. November fest. Er befindet sich derzeit in Tschechien zur Auslieferungshaft nach Österreich.

LPD NÖ

Er steht unter Verdacht, weitere Straftaten mit einem St. Aegyder begangen zu haben, so auch Schmierereien an Radarboxen in Lilienfeld, Spratzern und St. Georgen/Steinfelde. Außerdem soll er mit seinem Komplizen an verschiedensten Tankstellen den Resttreibstoff aus den Zapfhähnen in den Pkw getankt haben. 

Ins Rollen ist der Fall durch Ermittlungen in St. Aegyd gekommen:
Vorerst unbekannte Täter verübten im Zeitraum vom 4. Jänner bis 11. Februar mehrere Sachbeschädigungen, Brandstiftungen und setzten einen Schuss bei einer Mehrparteienhausanlage in St. Aegyd ab:  Die Straftaten dürften sich gegen einen damalig 29-jährigen Bewohner des Mehrparteienhauses gerichtet haben. Dort wurde der Eingangsbereich zur Wohnung des 29-Jährigen mit Lack besprüht und am 6. Februar die Reifen eines vor dem Haus abgestellten Pkw mit Kaminanzündern angebrannt. Die Straftaten wurden fortgesetzt. Am 11. Februar  wurde mit einer Schrotflinte auf das Schlafzimmerfenster des 29-Jährigen geschossen. Der Bewohner hielt sich dabei in einem Nebenraum auf , blieb aber unverletzt. Die Fahndung nach dem unbekannten Täter verlief vorerst erfolglos.  Aufgrund der akribischen Ermittlungen der Polizei St. Aegyd und des Landeskriminalamtes wurde einer der beiden 29-Jährigen als Verdächtiger ausgeforscht. Der Mann ist zu den Sachbeschädigungen, versuchten Brandstiftungen, der gefährlichen Drohung mit der Schusswaffe und der Gefährdung der körperlichen Sicherheit geständig. Den Straftaten dürfte ein länger zurückliegender Streit zwischen Beschuldigten und Opfer vorangegangen sein. Der St. Aegder wurde in die Justizanstalt überstellt.