Kameltheater: VfGH prüft die Widmung. Kommt Gericht zum Schluss, dass Flächenwidmun ;rechtswidrig ist, müssten laut Anwalt auch alle Baubescheide aufgehoben werden.

Von Markus Zauner. Erstellt am 18. August 2014 (14:30)
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Der VfGH prüft, ob die vom St. Aegyder Gemeinderat und Land NÖ vor Jahren abgesegnete Flächenwidmung für das Kameltheater auf »Grünland Parkanlagen -- Tier- und Freizeitpark« rechtens ist.

Herbert Eder, Betreiber des Kernhofer Kameltheaters samt Weißem Zoo, und sein Nachbar Klaus Rabl sind alles andere als Freunde. Das ist kein Geheimnis.

Verfassungsgerichtshof prüft Flächenwidmung

Nun kann Rabl einen Etappensieg feiern. Über Intervention seines Rechtsanwaltes Stefan Gloß und folgender Einschaltung der Volksanwaltschaft prüft nun der Verfassungsgerichtshof (VfGH), ob die vor Jahren vom Gemeinderat und Land NÖ genehmigte Flächenwidmung für Eders Tierpark auf „Grünland Parkanlagen — Tier- und Freizeitpark“ gesetzmäßig ist oder nicht.

„Wenn der Gerichtshof die Sachlage prüft, wird er auch Bedenken haben, dass etwas nicht stimmt. Daher ist es notwendig, vor der Entscheidung alle Parteien zu hören“, meint Gloß. Er erwartet das VfGH-Urteil übrigens schon bis Jahresanfang 2015. Passe die Flächenwidmung nicht, müsse das oberste Gericht in weiterer Folge alle bestehenden Baubescheide im Kameltheater und Weißen Zoo wegen gesetzeswidriger Flächenwidmung aufheben, urteilt Gloß.

„Mit Querulanten will ich nichts zu tun haben"

Vorerst haben der St. Aegyder Gemeinderat und die Niederösterreichische Landesregierung noch rund drei Wochen Zeit, eine Stellungnahme abzugeben. Bürgermeister Rudolf Pfeffer will auf NÖN-Anfrage zur brisanten Causa übrigens derzeit nichts sagen. Er verweist auf eine für diese Woche anberaumte Sondersitzung des St. Aegyder Gemeinderates.

Kameltheater-Chef Herbert Eder kommentiert die jüngsten Entwicklungen indes süffisant: „Ich bin nicht verklagt worden. Mit Querulanten und Rechtsanwälten, die zu Zeitungen laufen, um ihren Geltungsdrang befriedigen zu können, will ich nichts zu tun haben.“