Lawinentoter am Göller. 440 Meter wurde ein 27-Jähriger von einem Schneebrett mitgerissen und verschüttet.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 08. März 2020 (17:19)
Bergrettung St. Aegyd

Tragisch endete die Skitourenfahrt für einen jungen Mann aus dem Bezirk Baden am Göller in St. Aegyd. Der 27-Jährige war am Samstag gegen 9 Uhr vom Parkplatz der Göllerlifte alleine zu einer Skitour aufgebrochen. Gegen 12 Uhr begann er mit der Abfahrt im Bereich Terzer, Göller und Großer Göller. Bei der so genannten „Eisgrube“ löste sich plötzlich ein Schneebrett. Dabei wurde er rund 440 Meter mitgerissen und verschüttet.

Erst am nächsten Tag erstattete eine Angehörige, die sich Sorgen machte, eine Vermisstenanzeige. Sofort rückten Bergrettung St. Aegyd und Hohenberg sowie die Alpinpolizei aus. Mittels GPS-Track konnte der Mann rasch geortet werden. Die Retter suchten überdies mit Lawinenverschüttetensuchgerät. Der Freizeitsportler konnte nur noch tot geborgen werden. Er wurde mit dem Hubschrauber des Innenministeriums  abtransportiert.

Bergrettung St. Aegyd

Nachdem es alleine an diesem Wochenende sieben Lawinentote, fünf davon in der Steiermark, einen in Kärnten und jenen in Niederösterreich gab, empfiehlt die Alpinpolizei, sich unbedingt genau auf Skitouren und Schneeschuhwanderungen vorzubereiten. Wichtige Infos über die Wetterlage gibt der Lawinenwarndienst unter www.lawinen.at  bzw. lawinenwarndienst-niederoesterreich.at/