Waffennarr muss 2.000 Euro berappen. 48-Jähriger hortete Verbotenes. Wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz setzte es sieben Monate bedingt und eine Geldstrafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 22. Dezember 2017 (05:19)
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Einen hochexplosiven Fund machten Ermittler des Landesamtes für Verfassungsschutz letztes Jahr bei einem 48-Jährigen aus St. Veit, ein illegales Waffenlager fanden sie bei ihm sowie gefährliche Sprengmittel und Kriegsmaterial.

Ein anonymer Hinweis brachte den Fall ins Rollen, Verfassungsschützer entdeckten dann Kästen, Vitrinen und Anrichten voll mit Faustfeuerwaffen, Karabinern, Bajonetten, Tausenden Stück Munition sowie Tomahawk, Wurfmesser und Samuraischwert. Der 48-Jährige landete vor dem Richter.

Zum Großteil der Vorwürfe schuldig gesprochen

„Bei Ihnen musste der Entminungsdienst Granaten im Garten sprengen, weil der Abtransport zu gefährlich war“, wetterte der Richter bereits im Prozess im Frühjahr. Warum der 48-Jährige — über ihn war bereits im Jahr 2008 ein Waffenverbot verhängt worden — die Finger von Waffen nicht lassen kann? „Es ist schwer zu erklären“, meinte er dazu. „Mein Mandant hat in ungeschickter, dummer Art gesammelt. Er bedauert diesen Unsinn“, so dessen Verteidiger damals. Der Richter vertagte zur Einholung eines Gutachtens aus dem Bereich der Waffenkunde.

Letzte Woche wurde der Prozess fortgesetzt und der St. Veiter zum Großteil der Vorwürfe schuldig gesprochen. Für den Waffennarren setzte es sieben Monate auf Bewährung und 2.000 Euro unbedingte Geldstrafe. Zahlt er diese nicht, muss er 100 Tage absitzen (nicht rechtskräftig). „Sammeln Sie besser Überraschungseier“, gibt der Richter dem Angeklagten für die Zukunft mit.