Stockerhütte: Naturfreunde atmen auf. Nachdem der Pächter aufgegeben hatte, kam es jetzt zu einem Gerichtsurteil bezüglich Wasserversorgung. Der alpine Verein sah die Versorgung gefährdet.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 18. Mai 2015 (14:30)
NOEN, NÖN

Die Stockerhütte sorgt schon seit Längerem für einen heftigen Streit zwischen den Naturfreunden, denen die Stockerhütte gehört, und Landwirt Gerald Schmalzl, Besitzer der umliegenden Forststraßen – NÖN.at hatte berichtet:



Aufgrund der heftigen Schwierigkeiten konnte die Schutzhütte nicht mehr beliefert werden, was dazu führte, dass der Pächter der Stockerhütte Andreas Edlinger seinen Pachtvertrag mit den Naturfreunden löste. Nur noch bis Ende Juni ist er auf der Hütte tätig.

„Wasserversorgung bleibt gesichert“

Kürzlich gab es auch ein Urteil in Bezug auf die Trinkwasserversorgung. „Den Versuch, seinen Nachbarn von der Trinkwasserversorgung abzuschneiden finde ich äußerst niederträchtig“, so Wolfgang Strasser von den Naturfreunden, aber „die Wasserversorgung der Stockerhütte bleibt gesichert“, zeigt sich Strasser erfreut.

In einem Urteil hätte das St. Pöltner Bezirksgericht so entschieden. Mit juristischen Spitzfindigkeiten habe, laut Strasser, die Familie Schmalzl über Anwalt Stefan Gloss nämlich versucht, die Stockerhütte von der Trinkwasserversorgung abzuschneiden. „Von allen Seiten will man die Bewirtschaftung und den Fortbestand des Schutzhauses verhindern“, ist Strasser entsetzt.

Stefan Gloss, Anwalt der Familie Schmalzl, sagt dazu: „Die Trinkwasserversorgung der Stockerhütte ist im Generellen kein Problem.“ Niemand würde den Naturfreunden das Wasser streitig machen. „Bei diesem Verfahren ging es lediglich um eine Grundbuchlöschung über eine bereits versiegte Quelle“, informiert Gloss über das Urteil. „Aber wir werden Berufung einlegen, der Prozess geht also weiter“, so Gloss weiter.