St. Veiter ist zweitbester Verkäufer Niederösterreichs

Simon Seidl-Schulzer holte sich Silber bei "Junior Sales Champions 2021".

Maria Prchal
Maria Prchal Erstellt am 23. September 2021 | 10:46
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Juryvorsitzender Christof Kastner, Vizepräsidentin Nina Stift und Schulqualitätsmanager Johannes Tanzer gratulierten dem Zweitplatzierten Simon Seidl-Sulzer.
Foto: WKNÖ/Josef Bollwein

Niederösterreichs beste Nachwuchs-Verkäufer_innen stehen fest: Hanna Kalteis aus Wieselburg vom Lehrbetrieb Steinecker Moden in Randegg hat sich in einem spannenden Finale im WIFI St. Pölten zum „Junior Sales Champion 2021“ gekürt und darf sich über ein Preisgeld von 1.500 Euro von der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) freuen.

Silber ging an Simon Seidl-Sulzer aus St. Veit an der Gölsen vom Lehrbetrieb Hornbach aus St. Pölten mit einem Preisgeld von 700 Euro. Er lernt in der Sanitärabteilung. Bronze und ein Preisgeld von 300 Euro holte sich Beatrice Mörzinger aus Weitra vom Lehrbetrieb Lagerhaus Gmünd. Kalteis und Seidl-Sulzer werden Niederösterreich nun auch beim Bundeslehrlingswettbewerb am 13. Oktober in Salzburg vertreten.

Der 18-Jährige St. Veiter musste 10 Minuten lang sein Verkaufsgeschick beweisen: Auf einer Bühne mit der Jury, Vertretern der Bildungsdirektion, der NÖ Berufsschulen und der Sparte Handel im Publikum. Per Live-Stream waren außerdem seine Berufsschulkollegen aus Theresienfeld und weitere Zuschauer zugeschalten, die dann mit abstimmen durften.

Mit einem Schauspielern musste Seidl-Sulzer ein Verkaufsgespräch führen, ein zweiter Darsteller unterbrach ihn dann auf Englisch und der Lehrling musste die Situation handeln. "Dass Kunden unterbrechen kommt schon öfter vor, und auch Zweisprachigkeit ist für mich kein Problem", sagt der Zweitplatzierte. 

Lehrzeit durch Covid geprägt

Nachher wurde er von der Moderatorin gefragt, woran es seiner Meinung nach liegt, dass er der einzige männliche Kandidat ist: "Einerseits gibt es viel mehr Frauen im Verkauf, andererseits sind sie vielleicht ambitionierter als wir Burschen." Alle Teilnehmenden hätten sich super geschlagen, meint der Hornbach-Lehrling.

Derweil schließt er seine Matura am Wifi St. Pölten ab, nur noch ein Fach fehlt ihm. Covid hat seine Lehrzeit stark beeinflusst, die Berufsschule war am Anfang nur digital und zu Beginn musste er in anderen Abteilungen aushelfen, zum Beispiel im Versand: "Das war aber eine bereichernde Erfahrung." Jetzt ist Seidl-Sulzer im zweiten Lehrjahr.

Was er später macht, möchte er auf sich zukommen lassen. Hornbach sei auf jeden Fall ein guter Arbeitgeber. Nicht nur wegen der Lage habe er sich dafür entschieden, es gebe viele Boni für gute Leistungen und der Betrieb zahlt über dem Kollektivvertrag. Für die Lehre in der Sanitärabteilung hat er sich entschieden, weil sein Vater Installateur ist. 

Mehr über erfolgreiche Lehrlinge aus der Region gibt's in der kommenden NÖN.