Abt nach Schlaganfall wieder daheim im Stift. Matthäus Nimmervoll hat Fortschritte gemacht: Lähmungen sind weniger geworden, ab sofort Pflege zu Hause.

Von Markus Zauner. Erstellt am 27. November 2018 (07:16)
Abt Matthäus (Bild) sei „positiv und realistisch eingestellt“, sagtPrior Pius Maurer.
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Ein lang gehegter Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Abt Matthäus Nimmervoll konnte nach seinem Schlaganfall Anfang August jetzt ins Stift Lilienfeld heimkehren — hinter sich hat der 68-Jährige einen Spitalsauf-enthalt samt folgender neurologischer Rehabilitation in der Gesamtdauer von rund dreieinhalb Monaten.

Der Gesundheitszustand des Stiftsvorstehers hat sich weiter gebessert, bestätigt Prior Pius Maurer: „Abt Matthäus hat zwar nach wie vor linksseitige Lähmungen. Die Rehabilitation der letzten Wochen hat aber manche Erfolge bewirkt, sodass die Lähmungen etwas weniger geworden sind. Abt Matthäus ist positiv und realistisch eingestellt. Seinen gewohnten Humor hat er nicht verloren.“

„Er hat auch weiterhin Rehabilitation, weil weiterhin große Hoffnung besteht, manche motorische Fähigkeiten zurückzugewinnen.“ Prior Pius Maurer über Abt Matthäus Nimmervoll

Im Stift wohnt Abt Matthäus auf eigenen Wunsch im Pflegezimmer des Stiftes und wird von slowakischen Pflegern umsorgt. Auch das Hilfswerk ist an seiner Betreuung beteiligt. „Er hat auch weiterhin Rehabilitationstherapien, weil weiterhin große Hoffnung besteht, manche motorische Fähigkeiten der linken Körperseite zurückzugewinnen“, schildert der Prior.

Nach seiner soeben erfolgten Heimkehr könnten noch keine näheren Angaben gemacht werden, wie sich der Alltag des Stiftsvorstehers im Laufe der nächsten Wochen einspiele, betont Pius Maurer: „Abt Matthäus bekommt jedenfalls täglich die heilige Kommunion. Er braucht weiterhin viel Ruhe.“

Wer mit ihm freundschaftlich verbunden sei, könne den Abt auch besuchen. „Dazu ist es am besten, einen Besuchstermin bei der Stiftspforte auszumachen“, informiert der Prior. Er vertritt den weiter im Krankenstand befindlichen Abt nach wie vor in jenen Angelegenheiten, in denen er ihn gemäß Kirchenrecht repräsentieren kann.