Traisen

Erstellt am 20. Januar 2017, 10:24

von Gila Wohlmann

2016 gleich 5.750 Kontakte gepflegt. Angebote mobiler Jugendarbeit werden gut angenommen. Die aktive Teilnahme an Projekten wird heuer weiter forciert.

Barbara Rieder von Südrand, Halil Badem, Robert Binder von Südrand, Zülfikar Kaya und Ahmet Badem (von links) sind bereit für neue spannende gemeinsame Projekte bei Südrand.  |  NOEN, privat

„Die gleichbleibenden Kontaktzahlen zeigen, dass sich unser Angebot bewährt“, meint Barbara Rieder vom Südrand-Team. Insgesamt 5.750 Kontakte zu Jugendlichen verbuchte das Südrand-Team im Vorjahr. Ganzjährig waren die Südrand-Mitarbeiter im Streetwork unterwegs und haben neben beliebten Plätzen auch Events in Traisen besucht, um mit Jugendlichen in Kontakt zu treten.

Die warme Jahreszeit wurde von Südrand vor allem für Outdoor-Aktivitäten genutzt: Ein Fahrradreparaturworkshop, ein Survivalworkshop und digitale Schnitzeljagden standen an. Der wöchentliche offene Betrieb wird von Jugendlichen unterschiedlichen Alters gut besucht und ist für viele Besucher fixer Treffpunkt. Im offenen Büro bietet das Team der Mobilen Jugendarbeit Beratung und Unterstützung ohne Terminvereinbarung an, ob bei Bewerbungen, Fragen zur Ausbildung oder anderen Themen. „Regelmäßig laden wir Kollegen vom Jugendcoaching ein, um einen Übergang von Pflichtschule und Beruf und Ausbildung aktiv zu fördern“, erklärt Barbara Rieder.

Im Rahmen von Schulvorstellungen am Schulbeginn und bei einem Tag der offenen Tür wurde das Angebot von Südrand vorgestellt. „Rege genutzt wurde 2016 das Angebot für Mädchen und junge Frauen“, freut sich Rieder. Bei den wöchentlichen Mädchennachmittagen gab es ein buntes Programm wie Beauty-Nachmittage, Ausflüge oder Filmnachmittage.

Mädchen sollen noch mehr motiviert werden

„Die jungen Frauen, viele mit Migrationshintergrund, nutzen den Raum bei Südrand gerne“, erklärt sie und fügt hinzu: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass unsere Angebote wesentlich durch männliche Inszenierung gekennzeichnet waren. Mädchen sind im öffentlichen Raum kaum anzutreffen gewesen. Deshalb wurden mehrere Aktivitäten im Zusammenhang mit umweltfreundlicher Mobilität und Klimaschutz, wie klimafreundliche Ausflüge, umgesetzt und speziell auf diese Zielgruppe ausgerichtet.“ Südrand wurde überdies im Bereich Klimaschutz ausgezeichnet. Die Bänke am Spielplatz der Wohnhausanlage Rauchenbergergasse sind von zwei Asylwebern revitalisiert worden. Kreatives ist unter Anleitung von Marianne Plaimer entstanden.

„Wir werden einen Mix aus Bewährtem und Neuem anbieten“, kündigt Rieder an. Unter dem Titel „Dein Projekt bei Südrand“ will das Team die Partizipation Jugendlicher bei Projektgestaltungen fördern. Jugendliche können mittels Antrages Aktivitäten bei Südrand planen.