Traisen

Erstellt am 20. Januar 2017, 05:20

von Gila Wohlmann

Volksbegehren: Unterstützer nun gesucht. Ab 23. Jänner kann jeder Bürger ein klares Zeichen gegen die umstrittenen Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA setzen. Thumpser startet Aufruf zum Mitmachen.

Bürgermeister Herbert Thumpser, Leonore Gewessler von Global 2000, Gert Rücker von KMU gegen TTIP und Thomas Kattnig von younion _ Die Daseinsgewerkschaft (v. l.) rufen zum Unterschreiben auf.  |  NOEN, privat

Das CETA-Volksbegehren startet am 23. Jänner. Rund 40.000 Menschen haben unterschrieben, damit das Volksbegehren gegen TTIP, CETA & TiSA an den Start gehen kann. Am kommenden Montag beginnt endlich die offizielle Eintragungswoche.

„Wir haben mittlerweile sehr viele Unterstützer. Von Greenpeace, über Global 2000 bis zur katholischen Aktion der Erzdiözese Wien.“

Herbert Thumpser, Bürgermeister von Traisen

Herbert Thumpser, Bürgermeister von Traisen und Initiator des Volksbegehrens: „Die Handelsverträge sind noch lange nicht beschlossene Sache. CETA wurde erst vor kurzem im europäischen Sozialausschuss abgelehnt. Aus guten Gründen! Und die ersten Ergebnisse des Dienstleistungsabkommens TiSA treiben einem den kalten Schweiß auf die Stirn. Deshalb ist es wichtig, dass viele Österreicher uns mit der Forderung nach einem Stop der Verhandlungen, nach Ablehnung des vorliegenden CETA-Vertrages, unterstützen.“

„Wir haben mittlerweile sehr viele Unterstützer"

Was ihn freut: „Wir haben mittlerweile sehr viele Unterstützer. Von Greenpeace, über Global 2000 bis zur katholischen Aktion der Erzdiözese Wien.“ Und: „Wir haben mit diesem Volksbegehren auf die zunehmende Ablehnung und Skepsis der Bevölkerung gegenüber diesen Handelsabkommen reagiert.“

Jede einzelne Unterschrift sei nun wichtig, sagt auch Thomas Kattnig, Mitglied des Bundespräsidiums von younion _ Die Daseinsgewerkschaft, die das Volksbegehren unterstützt. „Die Entscheidungsträger müssen lernen, dass Geheimverhandlungen und das Ignorieren von Kritik zu massivem Widerstand führen. Wir stehen für fairen Handel zur Verfügung, solche Verträge dürfen nicht einzig den Konzernen dienen, sondern müssen einen Mehrwert für die Bevölkerung generieren“, schildert Kattnig.