Containerverwertung: Büros statt Flüchtlinge. Die Unterkünfte unbegleiteter Minderjähriger aus Herzogenburg werden in der Siedlung für die Haustechniker von Herbert Eder als Arbeitsräumlichkeiten eingerichtet.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 02. Februar 2017 (14:30)
NOEN, Wohlmann
Einst Flüchtlingsunterkunft, bald Bürogebäude: Unternehmer Herbert Eder (rechts), im Bild mit Gattin Gabi und Sohn Florian, zeigt, dass seine Container leider von den Asylwerbern zum Teil mutwillig demoliert wurden. Jetzt sollen daraus schöne Büros und Lagerräume entstehen.

„Nein. Wir errichten hier kein Flüchtlingscontainerdorf“, spielt Unternehmer Herbert Eder auf manch böse Facebook-Gerüchteküche an, die derzeit brodelt.

Der Lilienfelder hat nämlich letzte Woche auf dem Areal hinter der einstigen Pizzeria Miami in der Ebnerstraße, welches ihm gehört, eine Reihe an Baucontainern übereinandergestapelt. „Diese dienten als Unterkunft für 40 unbegleitete Minderjährige in Herzogenburg. Da jetzt kein Bedarf mehr besteht und ich diese bis 31. Jänner auf dem Areal der Erber Group, wo diese aufgestellt waren, abbauen musste, habe ich sie hier hergebracht“, erklärt er.

„Ich möchte gerne weitere Mietwohnungen einrichten, aber keine Asylunterkünfte.“

Hier sollen nun darin Büroräumlichkeiten, Lagerräume und Werkstätten für seine Haustechniker eingerichtet werden. Die Zeit, als diese den unbegleiteten Minderjährigen dienten, war für das SLC-Team rund um Herbert Eder eine Herausforderung: „Die Jugendlichen waren leider zum Teil extrem aggressiv. Wir mussten immer wieder die Polizei und Rettung holen und Verlegungen vornehmen lassen.“

Für die Pizzeria Miami indes hat er, sollte sich kein passender Gastronom finden, auch eine Idee. „Ich möchte gerne weitere Mietwohnungen einrichten, aber keine Asylunterkünfte.“