Gemeine Tricks per Telefon. Ein einmaliges Läuten und eine fremde Nummer. Achtung: Eine Kostenfalle könnte lauern.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 24. August 2017 (05:42)
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Es läutet, eine fremde Nummer erscheint. Es klingelt aber nur ein Mal. Noch bevor man abheben kann, ist der Anruf beendet. So mancher wählt dann die verpasste Nummer, doch niemand ist an der Leitung. Auch eine Traisnerin bekam in den vergangenen Tagen mehrere dieser verdächtigen Anrufe und meldete dies der Arbeiterkammer.

„Das könnten Telefonbetrüger sein“, meint Burkhard Eberl von der Arbeiterkammer Lilienfeld. IT-Ermittler Thomas Haider von der Polizei Traisen warnt: „Keinesfalls zurückrufen, auch nicht der Neugierde oder Höflichkeit wegen! Das sind zumeist Lock- oder Pinganrufe, bei denen Verbindungen in der Regel zu Handyanschlüssen hergestellt werden, die nach einem einmaligen Läuten gezielt abgebrochen werden. Das einmalige Anklingeln ist jedoch ausreichend, um eine Rückrufnummer zu einem hochpreisigen Mehrwertdienst mit zu übertragen. Diese wird im Handydisplay unter entgangene Anrufe angezeigt. Hohe ungewollte Telefonkosten können mitunter dadurch entstehen oder ein ungewollter Abo-Abschluss.“

Auch könnte man, wenn man zurückruft, in Hinkunft laufend mit Werbungen belästigt werden. Arbeiterkammer und Polizei empfehlen daher, sollte man zurückgerufen haben, die Telefonrechnung genau zu kontrollieren und Einspruch gegen unerwartet hohe Kosten zu erheben. Außerdem kann man bei diversen Handyanbietern solche Nummern und Abo-Dienste sperren lassen.