Haft für Gewalt gegen Freundin

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 15:07
Lesezeit: 2 Min
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Neben Schlägen und Tritten soll der Angeklagte sein Opfer auch gebissen haben.
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
20-Jähriger aus dem Bezirk Lilienfeld soll seine ehemalige Partnerin geschlagen, getreten und gebissen haben. Der Richter erteilte jetzt eine Haftstrafe.
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Weil der Strafantrag angepasst wurde und der Angeklagte einen Anwalt benötigte, wurde die Verhandlung gegen den 20-jährigen Angeklagten im November vertagt.

Dem jungen Mann wurde vorgeworfen, dass er seine ehemalige Partnerin über neun Monate hinweg immer wieder am Körper verletzt habe. Auch gegenüber Zeugen soll er Gewalt gezeigt haben. Vor Gericht zeigte sich der 20-Jährige allerdings nicht schuldig. Beim ersten Termin der Verhandlung stellte der junge Mann die Behauptung auf, seine Ex wolle sich durch die Klage einen finanziellen Vorteil schaffen.

Laut dem Opfer wurde der Angeklagte schon nach kurzer Zeit der Beziehung gewalttätig. In einem Hotel in Wien soll er sie zum ersten Mal attackiert haben. Dabei soll er sie nicht nur geschlagen, sondern auch gebissen haben. Diese Anschuldigungen wies der 20-Jährige allerdings zurück.

In weiteren Vorfällen soll der Angeklagte, die junge Frau immer wieder attackiert und verletzt haben. Einmal wurde eine ihrer Freundinnen Zeugin einer diese Gewalttaten, worauf er auch sie geschlagen haben soll.

Bei einem Besuch beim Vater des Opfers soll der 20-Jährige sie im Stiegenhaus attackiert und sie dann die Treppe hinunter gezerrt haben. Auch hier gab es einen Zeugen, der den Angeklagten zur Rede stellte.

Zur zweiten Verhandlung brachte der Anwalt zwei weitere Zeugen mit, Freunde des Angeklagten, die seine Unschuld bezeugen sollten. Allerdings ohne Erfolg. Der Richter sprach den 20-Jährigen trotzdem schuldig. Er wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt, wovon 16 Monate bedingt nachgesehen wurden. Weiters wurde ihm ein Kontaktverbot zum Opfer erteilt und eine Schmerzensgeldzahlung von 1.000 Euro aufgebrummt. Nicht rechtskräftig.

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