Flutenschutz: Arbeiten laufen auf Hochtouren. Lilienfeld: Im Betriebsgebiet Perlmoos wird Mauer gebaut. Eintiefung bei Traunfellnerbrücke, Dammschüttung bei Steigenberger.

Von Markus Zauner. Erstellt am 29. Juli 2020 (04:19)
Vizebürgermeister Manuel Aichberger, Bürgermeister Wolfgang Labenbacher, Zivilschutzbeauftragter Gemeinderat Markus Moser, Erich Zeuner (Land WA 3), Spenglermeister Gerald Hoppel (Spenglerei Hoppel in Perlmoos) und Rene Frank (Land WA 3) kamen zum Lokalaugenschein in Perlmoos.
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Die Bilder der Jahrhundertflut 1997 in der Bezirkshauptstadt sind kein bisschen verblasst. Aktuell herrscht an der Traisen wieder rege Bautätigkeit, um den Hochwasserschutz weiter zu optimieren.

Das Betriebsgebiet in Perlmoos wird durch die Errichtung einer Hochwasserschutzmauer, die die Wasserbauabteilung des Landes Niederösterreich in Eigenregie herstellt, an die neuen Werte für ein HQ-100-Ereignis mit 50 Zentimeter Freibord angepasst. „Viele Besprechungen waren dazu notwendig, da mehrere Einbauten – darunter seitens der EVN Gas und Strom, der Kanal und die Telekom – im Bereich der Straße verlegt sind. Besonderes Augenmerk erforderte die Gestaltung der Einfahrt zur Garage des Autobusunternehmens Wachter, denn die Baumaßnahmen für den Hochwasserschutz müssen kostengünstig mit dem Bestand in Einklang gebracht werden“, weiß Bürgermeister Wolfgang Labenbacher zu berichten.

Für die Einfahrten und Kreuzungsbereiche wird das mobile Prefa-Hochwasserschutzsystem angeschafft. „Die Dämmplatten werden vor Ort in eigenen Boxen gelagert, sind daher im Ernstfall sofort griffbereit und praktisch unbegrenzt haltbar“, kennt der Ortschef die Vorteile. Er freue sich, in Lilienfeld immer wieder dieses in der Bezirkshauptstadt hergestellte Aluminium-Dämmplattensystem zum Einsatz bringen zu können. „Die Elemente werden bei der Strangpresse in Marktl gefertigt und über Prefa vermarktet. Auch damit sichern wir Arbeit in der Gemeinde“, betont Bürgermeister Labenbacher.

Eine weitere Hochwasserschutz-Baustelle befindet sich momentan bei der Traunfellnerbrücke, wo die Flusseintiefung hergestellt wird. Im Bereich des Anwesens Steigenberger laufen Arbeiten an einer Dammschüttung.

Der Abschluss aller genannten Maßnahmen ist laut Ortschef Labenbacher bis Ende September geplant.

Insgesamt soll das millionenschwere Hochwasserschutzprojekt Schrambach-Stangental Ende 2021 finalisiert sein.

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