Prozess vertagt: Zeuge kam nicht. Ein Mann aus Traisen soll mehrere Personen schwer verletzt haben. Er war nicht zurechnungsfähig.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 17. Dezember 2020 (03:42)
Das Gericht wies den Angeklagten in eine Anstalt ein
APA (Symbolbild)

Er habe im Hof mit einigen Nachbarn geplaudert, als der Angeklagte auf die Gruppe zukam, erzählt ein Zeuge vor Gericht. „Er war nicht mehr er“, sagt der Mann, der Angst bekam und den Angeklagten aufforderte, zu gehen. Der ging, kam aber wieder und soll dem Zeugen insgesamt viermal mit einer mit Kaffeehäferl gefüllten Einkaufstasche auf den Kopf geschlagen haben. Das sei nicht das erste Mal gewesen, dass der Angeklagte auffiel. Es wurde immer schlimmer mit ihm, so der Zeuge. Auch andere Nachbarn und einen Obdachlosen soll er verletzt haben. Laut Gutachter ist der Angeklagte nicht zurechnungsfähig. Es liegt ein Antrag auf Unterbringung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher vor.

Als Körperverletzung ja, aber nicht als schwere Körperverletzung sieht der Richter die Vorfälle. Ein weiterer Zeuge, den der Angeklagte ins Gesicht geschlagen haben soll, ist für den Staatsanwalt entscheidend. Doch der Zeuge erscheint unentschuldigt nicht. Die Verhandlung, die Ende Oktober aus genau demselben Grund schon einmal vertagt worden war, muss daher erneut verschoben werden.