Quartett wollte am Boden liegenden Mann anzünden. Vier Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren sollen in der Nacht auf Sonntag in Traisen (Bezirk Lilienfeld) versucht haben, einen am Boden liegenden Mann mit einem Feuerzeug anzuzünden.

Von APA Red und Gila Wohlmann. Update am 03. Juli 2019 (14:29)
Symbolbild

Das Unterfangen scheiterte aber, teilte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner am Dienstag auf Anfrage mit. Während vom potenziellen Opfer jede Spur fehlt, wurden die Verdächtigen ausgeforscht. Sie waren geständig.

Das Quartett - laut Exekutive drei österreichische Staatsbürger und ein Kosovare - soll am Sonntag gegen 3.50 Uhr mit dem Feuerzeug auf die Haare des auf einem Radweg liegenden Erwachsenen losgegangen sein. Weil der Unbekannte die Haare kurz trug, fingen diese Schwaigerlehner zufolge nicht Feuer. Außerdem sei der Mann wach geworden.

Er und die Beschuldigten machten sich danach aus dem Staub. Warum der Unbekannte auf dem Radweg gelegen war, war am Dienstag ungewiss. Dass es sich bei dem Mann um einen Obdachlosen gehandelt haben könnte, sei beinahe ausgeschlossen, betonte Schwaigerlehner.

Staatsanwaltschaft: Keine Hinweise zum Opfer

Dem Sprecher zufolge zeichneten die vier im Bezirk Lilienfeld wohnenden Verdächtigen ihre Handlungen auf Video auf. Es wurde von der Polizei sichergestellt. Das Quartett befand sich am Dienstagnachmittag auf freiem Fuß. Nach Abschluss der Ermittlungen werden die Beschuldigten der Staatsanwaltschaft St. Pölten wegen versuchter absichtlicher schwerer Körperverletzung angezeigt, sagte Schwaigerlehner.

Da sich der Vorfall am Rande der Landesfeuerwehrleistungsbewerbe abgespielt hat, betont man seitens der FF, dass die mutmaßlichen Täter keinen Feuerwehrbezug haben. Auch habe sich der Zwischenfall nicht direkt am Bewerbsgelände abgespielt.

Der freiheitliche Landesrat Gottfried Waldhäusl hatte sich am Mittwoch in einer Aussendung „schockiert“ über die Tat gezeigt. Er behauptete in der Aussendung, dass es sich beim Opfer um einen Feuerwehrmann gehandelt habe. In Traisen hatten am Wochenende ja die Feuerwehr-Landesleistungsbewerbe stattgefunden. Die Staatsanwaltschaft hat jedoch am Mittwochnachmittag gegenüber der NÖN betont, dass es noch keine Hinweise zum Opfer gibt.