Kontrollen der Abfallsünder zeigen Wirkung. Seit die Gemeinde Traisen auf „Müllstreife“ ist und schwarze Schafe mahnt, ist der Bioabfall um einiges besser geworden.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 11. April 2018 (12:33)
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Franz Bergers Biokompost erfordert aufgrund von Müllsündern noch immer viel Arbeit, aber „eine erste Besserung zeigt sich“, wie er betont.
NOEN, Wohlmann

„Die Mülltrennung hat sich in den letzten Wochen um einiges gebessert“: Das fällt Franz Berger, Betreiber der Biokompostanlage in Wiesenfeld, auf. Er hatte ja damit zu kämpfen, dass er im bei ihm von der Marktgemeinde Traisen angelieferten Biomüll Medikamente, Elektroschrott, Metallteile, Abschleppseile und vieles mehr fand.

Via Facebook bedankte er sich nun, da sich in den vergangenen Wochen — nicht zuletzt aufgrund des NÖN-Artikels, der das Thema „Müllsünder“ aufgriff — „eine Besserung bei der Qualität des Biomülls zeigt“, wie er schildert. Das bestätigt auch Traisens Umweltgemeinderat Wolfgang Schädl: „Seit wir immer am Tag vor der Abfuhr seitens der Gemeinde Traisen die Mülltonnen kontrollieren und die Leute auch dezidiert darauf hinweisen, ist es besser geworden.“ Bei Mehrparteienhausanlagen sei es natürlich schwierig, den konkreten Müllsünder zu finden. Angedrohte Strafen mussten bislang noch keine verhängt werden.

„Sollte bei größeren Anlagen der Sünder nicht ausgeforscht werden, wird der Hausbesitzer verständigt und im Bedarfsfall diesem die Strafe zugestellt“, so Schädl. Negativer Ausreißer bei den Kontrollen war, wie er feststellt, der Bereich bei der Berthold-Fischer-Lände.