Traisen

Erstellt am 13. Januar 2017, 07:31

von Gila Wohlmann

Studium statt Schnitzel. Michael Sedlacek will sich ganz dem Jus-Studium widmen. Jetzt sucht er für seinen Schnitzel-Express einen Nachfolger.

Ganz seinem Jus-Studium will sich in Hinkunft Michael Sedlacekwidmen.  |  NOEN, Wohlmann

Viele besuchen ihn wöchentlich, um sich bei ihm ein Mittagessen zu holen: Michael Sedlacek vom mobilen Schnitzelexpress.

Jetzt sucht der Traisner, der zuvor bei der Lebig-Rettungsstelle und später beim Notarztwagen Lilienfeld gearbeitet hat, einen „Schnitzelexpress-Nachfolger“. „Ich möchte mich ganz meinem Multimedia-Jusstudium, welches ich in der Kepler-Universität in Linz studiere, widmen“, begründet er seinen Aufruf an Interessierte, die seinen Schnitzelexpress weiterführen wollen. „Bis ein solcher aber gefunden ist“, betont er, „geht der Betrieb normal weiter.“

"Erfolg hat uns durchaus recht gegeben"

Auf seine Schnitzelzeit blickt er gerne zurück. „Entstanden ist die Idee beim Mittagessen an der Rot-Kreuz-Dienststelle. Wir waren oft darauf angewiesen, unser Mittagessen schnell, günstig und möglichst fertig irgendwo abholen zu können. Wir waren der Meinung, dass Bedarf nach einem Schnitzelwagen bestand. Der Erfolg hat uns durchaus recht gegeben“, sagt er.

Schön sei, dass man bis zu einem gewissen Punkt unabhängig ist, dass man seine eigenen Ideen umsetzen kann und sein eigener Chef ist. Anstrengend hingegen, dass man auch im Winter bei teilweise sehr winterlichen Straßenbedingungen unterwegs ist, was sich mit dem Anhänger mühsam gestaltet.

Jus-vorbelastet ist Sedlacek nicht zuletzt durch seinen Vater, einstiger Staatsanwalt in St. Pölten. „Ich fühle mich jetzt so weit, dass ich diesen Schritt wagen möchte“, sagt der 32-Jährige. Mit 30 hat er zu studieren begonnen. „Der Vorteil am ,fortgeschrittenen‘ Alter ist sicherlich, dass man an ein Studium vom Kopf her ganz anders herangeht“, ist er überzeugt.

Auf der Suche nach Nachfolger

Was sollte nun der Schnitzel-Nachfolger für Voraussetzungen mitbringen? „Er sollte jedenfalls Spaß an der Arbeit mit Menschen und eine Gastronomie-Konzession haben. Und Schnitzel mögen sollte der Käufer auch, denn ich denke, wenn man nicht gerne Schnitzel isst, kann man sie nicht verkaufen.“