Traisen

Erstellt am 25. Dezember 2016, 11:34

von Gila Wohlmann

Wilhelmsburger dreht komplett durch. Betrunkener bedroht Café-Gäste mit zertrümmerter Bierflasche und schlägt Polizisten mit Faust ins Gesicht. Er wird in Handfesseln abgeführt. Bei der Einvernahme am Folgetag wollte er sich an nichts mehr erinnern.

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Es blieb nicht unbemerkt: Zu einer wilden Auseinandersetzung unter Gästen kam es am Freitag gegen 22.50 Uhr in einem Café in der Siedlung. Bei Eintreffen der Polizeistreife trafen die Beamten vor dem Lokal auf einen offensichtlich stark alkoholisierten Mann.

Die Erhebungen im Lokal ergaben, dass dieser zuvor im Inneren der Lokalität Personen mit einer zertrümmerten Bierflasche bedroht haben soll. Als der Betrunkene die Polizei sah,  versuchte er, zu flüchten, kam dabei aber  - nicht zuletzt aufgrund seines Rauschzustandes - zu Sturz. Die Rettung und eine weitere Polizeistreife wurden angefordert. Beim Ausgerasteten handelte sich um einen 33-jährigen Wilhelmsburger.

Während der weiteren Erhebungen durch einen Beamten im Lokal verblieben drei Polizisten beim im Sanitätswagen sitzenden 33-Jährigen. Plötzlich und für die Beamten unerwartet, schlug der Beschuldigte mit der Faust in das Gesicht eines Polizisten. Der Beschuldigte rastete schließlich völlig aus, sprang aus dem Rettungsfahrzeug und trat zuerst mit dem Fuß gegen einen weiteren Polizisten, um gleich darauf mit der Faust gegen den Beamten tätlich zu werden.

Der Beschuldigte wurde ins Landesklinikum überstellt

„Aus diesem Grunde wurde von einem weiteren Polizisten Pfefferspray gegen den Mann eingesetzt. Diese Maßnahme zeigte jedoch vorerst keine Wirkung und der Beschuldigte setzte seine Angriffe gegen die Beamten weiter fort“, berichtet Polizeisprecher Johann Baumschlager über das aggressive Verhalten des Betrunkenen.

In weiterer Folge kamen der Beschuldigte und die Polizisten vor dem Lokaleingang zu Sturz. Am Boden liegend gelang es ihnen, den 33-Jährigen festzunehmen und die Handfesseln anzulegen. Der Beschuldigte erlitt durch den Pfeffersprayeinsatz eine kurzfristige Beeinträchtigung und Rötung der Augen. „Der Beschuldigte wurde anschließend in das Landesklinikum Lilienfeld überstellt, wo er äußerst aggressiv jegliche Untersuchung verweigerte“, so Baumschlager.

Durch die Angriffe des Beschuldigten wurden zwei Polizisten verletzt, sie wurden ebenfalls im Landesklinikum Lilienfeld ambulant behandelt.

Bei seiner Einvernahme in den Mittagsstunden des 24. Dezember gab der Beschuldigte an, sich an die Vorfälle nicht erinnern zu können. Er wird wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, tätliche Angriffe auf Beamte, schwere Körperverletzung in zwei Fällen und gefährliche Drohung bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.