Müllsünder verärgern die Bürger in Traisen. Dosen, Flaschen und Tschickpackerl: Autofreaks vermüllen den Parkplatz des Kleingartenvereins Föhrenwald.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 23. Juni 2021 (04:31)
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Am Parkplatz beim Kleingartenverein Föhrenwald finden Schrebergärtner, im Bild Eva Wollinger, Jutta und Reinhard Siderits (von links), oft Müll und räumen ihn weg.
Wohlmann, Wohlmann

Liebevoll gehegt und gepflegt: So präsentiert sich der Kleingartenverein Föhrenwald in Scheibmühl. Hier finden, gerade jetzt in der Sommerzeit, die Gartenpächter Ruhe und Erholung. Seit einiger Zeit ist die Oase für die Seele jedoch ein wenig getrübt. Der Parkplatz am Siedlungseingang wird zum Treffpunkt für Autofreunde. Und diese hinterlassen Müll.

„Wenn wir im Garten das Licht anmachen, springen sie in ihre Autos und sind auf und davon.“ Reinhard Siderits, Obmann des Kleingartenvereins Föhrenwald

„In der Früh ist alles voll. Da liegen leere Dosen, Flaschen und Zigarettenpackungen“, ärgert sich Eva Wollinger, die hier einen Garten hat. Einmal steckte sogar eine Spritze in der dortigen Thujenhecke. Reinhard Siderits, Obmann des Kleingartenvereins, unterstreicht dies. „Ich habe hier einen kleinen Pkw-Anhänger abgestellt. Der wird auch zugemüllt“, bestätigt er die Anwesenheit der Unruhestifter. Zur Rede gestellt hat er die unliebsamen Gäste bislang noch nicht. Denn die kommen zu später Stunde: „Wenn wir im Garten das Licht anmachen, springen sie in ihre Autos und sind auf und davon“, weiß seine Gattin Jutta. Den Mist räumen die Gartenbesitzer oder das Gemeindeteam weg. Doch das ist nicht der einzige Ort, wo sich des Mülls entledigt wird:

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Müllreste werden beim Gölsensteg entsorgt, obwohl Mistkübel nur knapp zehn Meter entfernt sind.
NOEN

Ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche ist unter der Eisenbahnbrücke beim Gölsensteg. „Das ist nachvollziehbar. Es ist ein befestigter Platz, man kann die Füße ins kühle Nass der Gölsen stecken“, weiß Vizebürgermeisterin Monika Feichtinger. Obwohl keine zehn Meter entfernt an jeder Uferseite Mistkübel platziert sind, bleibt der Dreck liegen. Feichtinger appelliert, diese zu nutzten. Vom Problem beim Kleingartenverein wusste sie nichts und sucht eine Lösung. Sie merkt aber an: „Man soll nicht alle Jugendlichen in einen Topf werfen, der größte Teil ist beim Müllentsorgen vorbildlich.“