Kraftwerksbau an Traisen: Fels machte Probleme. Auf Hochdruck wird aktuell an der Traisen bei der Solstufe vis-à-vis der HLW Türnitz am Betriebsgebäude des neuen Kleinwasserkraftwerks gebaut.

Von Markus Zauner. Erstellt am 09. Oktober 2020 (03:42)
Seitens der Marktgemeinde Türnitz kamen Werner Eigelsreiter, Karl-Heinz Wieland und Bürgermeister Christian Leeb (von rechts) zur Stippvisite auf die Kraftwerksbaustelle.
Gemeinde

Allerdings gab es zuletzt auch unvorhergesehene Probleme. „Wir sind auf Fels gestoßen. Spundwände waren daher nicht möglich, es musste Spritzbeton verwendet werden“, präzisiert Bürgermeister Christian Leeb. Nach Angaben des Türnitzer Ortschefs werden sich die Kosten beim mit 1,2 Millionen Euro kalkulierten Projekt dadurch um rund 50.000 bis 60.000 Euro erhöhen.

In Summe liegt das Vorhaben im Zeitplan. Die Turbine soll im Februar 2021 geliefert werden, danach ist die Inbetriebnahme vorgesehen. Die Gemeinde möchte mit dem Wasserkraftwerk noch energieautarker werden. Daher wurde die Kleinwasserkraftwerk-GmbH Türnitz aus der Taufe gehoben – 30 Prozent daran hält die Marktgemeinde Türnitz, 70 Prozent die Firma Fürholzer, die das Vorhaben auch umsetzt.

Ökostrom für die Straßenbeleuchtung

Die Maximalleistung wird 180 Kilowatt betragen, die Durchschnittsleistung 130 Kilowatt. „Fließen“ soll der gemeindeeigene Ökostrom aus dem Kleinwasserkraftwerk künftig in die örtliche Straßenbeleuchtung, gibt Leeb ein Beispiel.