Neue Pächter: „Hütte soll Genuss-Hütte sein“

Erstellt am 23. Juli 2022 | 04:18
Lesezeit: 3 Min
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Mit Bernhard und Balduin Schwarz (v. r.) fungieren zukünftig Vater und Sohn als Pächter auf der Julius-Seitner-Hütte: „Die Suche nach einem neuen Pächter für die Seitner-Hütte war im richtigen Moment ausgeschrieben, kam wie gerufen und hat alle unsere Wunschkriterien erfüllt.“
Foto: privat
Bernhard und Balduin Schwarz bewirtschaften ab September die Julius-Seitner-Hütte in Türnitz. Im NÖN-Interview verraten sie ihre Pläne.
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NÖN: Wie kam es zur Idee, als Vater und Sohn in die Pächterrolle zu schlüpfen?

Bernhard Schwarz: Aufgrund unserer 10-jährigen Erfahrung als ehrenamtliches Bewirtschafterteam des Karl-Lechnerhauses und der abgeschlossenen Koch-Ausbildung von Balduin entschieden wir uns im Sommer 2021, unsere eigene Alpenvereinshütte zu pachten.

Warum wurde gerade diese Hütte am Eisenstein gewählt?

Schwarz: Die Julius-Seitner-Hütte ist eine schöne und gemütliche Ausflugshütte, die öffentlich über mehrere Routen erreichbar sowie für Jung und Alt geeignet ist und als familienfreundlich gilt. Unterschiedliche Zielgruppen, von Singles bis zu Familien, werden angesprochen. Ein Pluspunkt ist auch die einfache Versorgung, die mit dem Auto möglich ist. Hubschrauber oder Materialseilbahn werden nicht benötigt. Wir haben nicht lange gesucht, sondern die Suche nach einem neuen Pächter für die Seitner-Hütte war im richtigen Moment ausgeschrieben, kam wie gerufen und hat alle unsere Wunschkriterien erfüllt.

Welche Veränderungen erwarten die Gäste durch das neue Pächter-Duo?

Schwarz: Unsere Hütte soll eine Genuss-Hütte sein – ein Ort, an dem große und kleine BergfreundInnen, junge und ältere Menschen, Familien, Singles, Jugendgruppen und viele mehr eine unbeschwerte Zeit genießen und sich von uns und unserer Küche verwöhnen lassen. Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein ist es, auf der Hütte zu übernachten und in der Früh den Sonnenaufgang zu beo-bachten.

Können Sie die zukünftige

Küche beschreiben?

Schwarz: Wir kochen frisch und werden eine wechselnde Karte haben – traditionelle Gerichte, beeinflusst von den familiären Wurzeln beider Seiten. Meine Gattin Petra stammt aus Südtirol, ich habe Wurzen in Wien und im Burgenland. Wir verwenden hochwertige Zutaten für die Zubereitung unserer Speisen, hauptsächlich biologisch und saisonal, und kooperieren mit Bauern aus der Umgebung. Vegetarische und vegane Speisen sind uns genauso wichtig wie Fleischspeisen – Stichwort Nachhaltigkeit. Der Gast steht im Mittelpunkt, Rücksicht auf Unverträglichkeiten etc. sind uns wichtig. Es wird auch für unsere kleinen Gäste immer etwas dabei sein, das ihnen schmeckt. Übernachtungsgäste werden am Abend mit einem ausgewogenen Menü und in der Früh mit einem besonderen Frühstück belohnt.

Derzeit wird ja noch fleißig saniert und umgebaut. Wann ist die Wieder-Eröffnung der Julius-Seitner-Hütte geplant?

Schwarz: Das Eröffnungsfest am Sonntag, 11. September, ist fix. Details zum Ablauf und zum Programm werden noch ausgearbeitet.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die erste Saison?

Schwarz: Dass nach dieser langen Schließzeit viele neugierige Gäste kommen und das Flair des wunderschönen Berges genießen. Die Besucher sollen es toll bei uns finden. Wir wollen sie glücklich machen und zum Wiederkommen bewegen. Und wir hoffen auf genügend Arbeitskräfte, um das Ganze auch zu ermöglichen.

Wird es auch Angestellte auf der Hütte geben?

Schwarz: Ja, wir suchen Personal und freuen uns auf Bewerbungen. Wir wünschen uns eine fixe Allround-Kraft mit Vollzeit und ein paar Aushilfen mit Serviererfahrung fürs Wochenende.

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