Über 262.000 Euro an Gutschriften. Mitglieder nutzen die Beratung bei mehr als 450 Terminen in Lilienfeld. Das Vorjahresergebnis wurde übertroffen.

Von Astrid Krizanic-Fallmann. Erstellt am 02. Juli 2014 (00:01)
AKNÖ-Steuerexpertin Dominique Feigl, AKNÖ-Vizepräsident Michael Fiala (hinten, von links) und der Lilienfelder Bezirksstellenleiter Burkhard Eberl (hinten, rechts) freuten sich über die hohe Nachfrage bei der AKNÖ-Steuersparwoche. Christiane Langer (vorne, links) beriet indes Ajmane, Argezon und Rame Lajqi.
NOEN, Krizanic-Fallmann

BEZIRK LILIENFELD / ,,Die Gutschrift beträgt heuer 262.202, 40 Euro“, teilt Bezirksstellenleiter Burkhard Eberl der NÖN exklusiv die Zahlen der AKNÖ-Steuersparwoche mit.

Intensiv nützten die AK-Mitglieder aus dem Bezirk Lilienfeld die Unterstützung der AKNÖ beim Steuerausgleich und holten sich ihr Geld vom Finanzamt zurück. Insgesamt 456 Termine wurden vergeben, mehr als je zuvor. Das Vorjahresergebnis, eine Steuergutschrift von rund 200.000 Euro, wurde somit übertroffen. „Die Nachfrage ist steigend. Wir freuen uns, dass diese Aktion so gut ankommt. Vor allem die Möglichkeit, dass wir sofort online berechnen, wie hoch die Gutschrift ist, wird von unseren Mitgliedern sehr geschätzt“, schildert Eberl.

Die Steuerrückholaktion wird bezirksweise durchgeführt. Die Termine finden in den Nachmittags- und Abendstunden statt, um vor allem Berufstätigen eine Teilnahme zu ermöglichen. Die Arbeitnehmerveranlagung kann rückwirkend für fünf Jahre durchgeführt werden. „Kinderbetreuung, Kosten für Hausbau oder Sanierung sowie für Fortbildung sind die häufigsten Beispiele, wo man sich zu viel bezahlte Steuer zurückholen kann“, weiß AKNÖ-Steuerexpertin Dominique Feigl.

In den letzten Jahren machte die durchschnittliche Steuergutschrift für fünf Jahre rund 800 Euro aus. „Dieser Betrag fällt ins Gewicht, immerhin ist das mehr als die Hälfte eines mittleren Monatsnettoeinkommens“, sagte AKNÖ-Vizepräsident Michael Fiala beim Besuch am vorigen Dienstag in Lilienfeld, „nicht alle bekommen diese Summe, aber auch 60 oder 100 Euro sollte man dem Finanzminister nicht schenken.“ Die Aktion läuft das zwölfte Jahr. Fiala: „Seither haben wir in Niederösterreich 78 Millionen Euro zurückgeholt.“ Er fordert in dem Zusammenhang ein gerechteres Steuersystem. Konkret will er eine Senkung des Eingangssteuersatzes von 36,5 auf 25 Prozent, Maßnahmen gegen die kalte Progression sowie Steuern auf Vermögen, Erbschaften und Schenkungen von mehr als 700.000 Euro.

Bei der Steuersparwoche wurde auch Infomaterial der E-Control aufgelegt, denn einen Großteil der Wohnkosten machen die Strom- und Gasrechnungen aus. Laut AKNÖ kann ein Wechsel zum günstigsten Stromanbieter einem Durchschnittshaushalt derzeit bis zu 140 Euro pro Jahr bringen, bei Gas sind es bis zu 210 Euro.