Verbotenes Treiben in Hainfeld. Bürger anderer Gemeinden bringen einfach Wegwerfgut ins örtliche Wertstoffsammelzentrum. Kosten für Stadt steigen dadurch.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 18. Mai 2015 (14:30)
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Im Vergleich zu den anderen Gemeinden des Bezirkes waren in den letzten Jahren die Entsorgungsmengen der Stadtgemeinde Hainfeld im Bereich des Sperrmülls viel zu hoch. Dieser Sache ging die Stadtgemeinde Hainfeld auf den Grund: Heuer wurden bereits mehrere Kontrollen durchgeführt.

Bevölkerung muss die Kosten tragen

Jetzt steht fest, woran dies mitunter liegt. „Nicht nur Hainfelder Gemeindebürger bringen Müll in das städtische Wertstoffzentrum, sondern auch Bewohner der umliegenden Gemeinden“, begründet dies der Hainfelder Bauamtsleiter Oliver Speck.

Die Kosten für den Betrieb des Wertstoffzentrums beziehungsweise für die Entsorgung des anfallenden Mülls werden aber von der Hainfelder Bevölkerung getragen. Daher lässt Speck alle „Schwarz-Entsorger“ wissen: „Nur Bewohner Hainfelds, welche auch Gebühren entrichten, sind berechtigt, Müll in unser Wertstoffzentrum zu liefern.“

Berechtigungskarte soll Vorfälle regeln

Die Gemeinde hat nun reagiert: Mit der Gebührenvorschreibung für das dritte Quartal wird eine Berechtigungskarte übermittelt, welche im Wertstoffzentrum vorgezeigt werden muss.

Speck: „Ohne diese Karte werden keine Entsorgungsgüter angenommen. Bis zur Übermittlung dieser Berechtigungskarten werden weitere Kontrollen durchgeführt. Nicht berechtigten Personen wird ab sofort eine Ablagerung untersagt!“ Diese Maßnahmen seien erforderlich geworden, um einer Gebührenanpassung entgegenzuwirken.