Pumpgun in der Scheune gelagert. Zwei illegale Waffen fand die Polizei auf St. Veiter Anwesen. Der Besitzer beteuert, er hätte damit nichts zu tun und verweist auf mehrere unliebsame Aktionen seiner Ex-Partnerin.

Von Red. Lilienfeld. Erstellt am 07. Februar 2021 (03:15)
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Unerlaubter Waffenbesitz: Das wird einem 62-jährigen St. Veiter zur Last gelegt. Auf seinem Anwesen stellte die Polizei eine Pumpgun und ein halbautomatisches Kleinkalibergewehr sicher. Dafür musste er sich am Landesgericht St. Pölten verantworten.

Der Mann ist Besitzer des Waffenpasses und verfügt über zwei Faustfeuerwaffen. „Diese sind immer ordnungsgemäß in einem Waffenschrank verwahrt“, beteuert er. Gegenstand der Verhandlung waren aber die beiden illegalen Waffen. Er beteuert, dass er nicht der Besitzer sei. Seine Ex-Partnerin hätte ihm diese in der Scheune am Tisch vorgelegt, als sie noch eine aufrechte Beziehung hatten. Woher die Ex-Partnerin die Waffen denn hatte, will der Richter wissen: „Ich habe keine Ahnung. Sie hat einen großen Bekanntenkreis“, erwidert der 62-Jährige. Ob er Interesse an den Waffen hätte, fragt der Richter.

„Ich bin kein Sportschütze und in keinem Verein, ich habe kein Interesse an Langwaffen“,

„Ich bin kein Sportschütze und in keinem Verein, ich habe kein Interesse an Langwaffen“, betont der St. Veiter. Die Waffen hätte er nur wenige Minuten gesehen. „Wären es meine gewesen, hätte ich sie ordnungsgemäß weggesperrt“, fügt er noch hinzu. Als verbotene Waffen will er diese nicht erkannt haben. „Das ist für einen Waffenpassbesitzer unglaubwürdig“, merkt dazu der Richter an. Rasch stellt sich heraus, dass sich rund um die Anzeige wegen illegalen Waffenbesitzes ein wilder Partnerschaftsstreit rankt. Seit rund eineinhalb Jahren sei er von seiner einstigen Partnerin getrennt, auch wenn diese weiter auf seinem Anwesen wohnt.

„Seit ich ihr durch den Anwalt unsere Lebensgemeinschaft aufgekündigt habe, ist es ganz schlimm geworden“, erzählt der Mann. Seine einstige Angetraute weigere sich, nicht zuletzt aufgrund des großen Tierbestandes, das Anwesen zu verlassen. Er bezichtigt diese vor Gericht, Fenster im Haus während seiner Abwesenheit zertrümmert und die Weihnachtsbeleuchtung beschädigt zu haben. Nicht genug: Auch soll sie mit Schlägen und Tritten auf ihn losgegangen sein, sodass die Polizei sogar eine Wegweisung aussprach.

Die Frau ist vor Gericht geladen, erscheint jedoch nicht. Die Verhandlung wird vertagt. „Sie öffnet ihre Post nicht“, merkt der 62-Jährige noch an, warum die Ex-Partnerin vermutlich der Ladung nicht Folge geleistet hat.