Hainfelder demolierte Polizeiauto. Versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung in zwei Fällen werden einem Hainfelder vorgeworfen. Am Landesgericht St. Pölten musste er sich wegen der Straftaten verantworten.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. Oktober 2020 (03:55)
Widerstand gegen die Staatsgewalt leistete ein Hainfelder.
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Ende Juni soll der 20-Jährige in Hainfeld bei einer privaten Party mit Gästen in Streit geraten sein, diese attackiert und in Folge einen Polizeiwagen demoliert haben. Außerdem soll er in Graz eine Haustüre beschädigt haben. Im Zentrum der Verhandlung stand der Vorfall in Hainfeld. Er sei im Stadtbad gewesen, hätte dort mit einem Freund getrunken. Gemeinsam sei man zur Party weitergezogen. Dort kam es zum Eklat. Der Gastgeber hätte ihn provoziert: „Er hat mich gefragt, was ich da zu suchen habe. Dann hat er mich beschimpft und Zigeuner genannt“, erinnert sich der 20-Jährige.

Der Kontrahent hätte ihn weggestoßen, sein Freund sei dazwischen gegangen. Eigentlich wollte er dem Gastgeber eine Ohrfeige geben, hätte dann aber den Kumpanen getroffen. Dieser erlitt dadurch einen Trommelfellriss und Prellungen. Dass er sich mit einem „Headbutt“, einem Stoß gegen den Kopf eines Kontrahenten, befreien wollte, als diese ihn festhielten, gesteht er ein. Ein weiterer Partybesucher hätte sich überdies eingemischt. „Ich habe viel getrunken, fünf große Bier und schon vorher viel Wein im Schwimmbad“, versucht der Angeklagte, sein Verhalten zu erklären.

Als ihn die Beamten fixieren wollten, setzte er heftige Gegenwehr. Er versuchte, sie sogar anzuspucken. Dass er mit dem Kopf gegen den Dienstwagen geschlagen habe, gibt er zu. Der Streifenwagen wurde dadurch beschädigt. Die Dellen mussten in einer Werkstätte entfernt werden. Auch eine Gartendekoration der Nachbarin des Partygastgebers soll der 20-Jährige beschädigt haben.

Ein Alkotest ergab einen Wert von 1,8 Promille im Blut. Dass er Ende Mai in Graz eine Haustüre beschädigt habe, verneint er. Der Hainfelder fasste acht Monate bedingt aus. Er muss die Reparatur des Dienstwagens in Höhe von rund 2.871 Euro sowie die Prozesskosten tragen. Bewährungshilfe wurde angeordnet.