Traisner Ausraster aus Eifersucht ging nun vor Gericht

Erstellt am 09. Dezember 2022 | 04:55
Lesezeit: 2 Min
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Drei Polizisten waren nötig, um den 35-Jährigen zum Streifenwagen zu bringen
Foto: . Pixabay
35-Jähriger soll am Oktoberfest Bekannten und zwei Polizisten verletzt haben.
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„Es ist mir immer noch sehr peinlich, was passiert ist“, sagt der 35-jährige Angeklagte. Nach einer langen Nacht am Traisner Oktoberfest soll er einen Bekannten attackiert haben. Auch die Polizisten, die einschreiten wollten, bekamen seine Wut zu spüren. Zwei Monate später kann sich der Mann nur noch eingeschränkt an den Vorfall erinnern.

Vor Gericht erklärte der Angeklagte den Grund für seinen Ausbruch. Er gab an, geglaubt zu haben, seine Lebensgefährtin mit einem anderen Mann zu sehen. Diesen konfrontierte er und soll letztendlich mindestens zwei Mal mit der Faust auf ihn eingeschlagen haben. Später stellte sich heraus, dass das Opfer und die Lebensgefährtin des Angeklagten nur ein Gespräch geführt hatten.

Alkoholspiegel führte zu Eskalation

Polizisten, die bereits vor Ort unterwegs waren, beobachteten den Vorfall und schritten ein. Der 35-Jährige soll sich heftig gegen die Festnahme gewehrt haben. Drei Beamte waren nötig, um ihn zum Streifenwagen zu bringen. Dabei soll er zwei der Polizisten verletzt haben.

Bei einem Alkohol-Test nach der Festnahme wurden 2,2 Promille festgestellt. Obwohl er sich aufgrund seiner Alkoholisierung nicht mehr an den Vorfall erinnern konnte, bekannte sich der Angeklagte schuldig. Auch entschuldigte er sich bei den Beamten und bei seinem Opfer.

Der Richter verurteilte ihn zu einem Jahr Haft auf Bewährung. Außerdem muss der 35-Jährige insgesamt 1.270 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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