Erstellt am 09. Mai 2017, 05:55

von Birgit Kindler

Stockerhütte droht Abbruch. BH-Bescheid schreibt Abriss eines Großteils der Hütte vor. Naturfreunde haben Beschwerde eingelegt.

Das beliebte Ausflugsziel, das sich immer noch auf Wilhelmsburger und St. Veiter Gebiet befindet, könnte schon bald abgerissen werden.  |  NOEN, Archiv

Knalleffekt in der Causa Stockerhütte: Große Gebäudeteile müssen abgerissen werden. Das hat die Bezirkshauptmannschaft (BH) Lilienfeld nun per Bescheid angeordnet. Betroffen sind einerseits Lager, Stiegenhaus, Pergola und der Dachgeschoß-Ausbau, die in Steinwandleithen in der Gemeinde St. Veit liegen und andererseits der Waschraum und der Schankanbau in der Wilhelmsburger Katastralgemeinde Altenburg.

Stefan Gloss, Anwalt der Familie Schmalzl, die sich mit den Naturfreunden wegen der Zufahrt zur Hütte einen Rechtsstreit geliefert hatte, betont: „Im November 2014 ist von uns eine Beschwerde eingegangen. Mein Mandat findet wenig Verständnis, warum es zwei Jahre gedauert hat, diese einfache Sache zu prüfen.“

Landesverwaltungsgericht entscheidet in nächster Instanz

Seitens der BH Lilienfeld will man sich mit Verweis auf das offene Verfahren und die Amtsverschwiegenheit nicht äußern. Die Naturfreunde haben Beschwerde gegen den Bescheid eingelegt. Als nächste Instanz entscheidet das Landesverwaltungsgericht. Im Herbst könnte eine Entscheidung fallen.

„Die Zubauten haben eine Eigendynamik entwickelt."Bürgermeister Rudolf Ameisbichler

Dass die BH gesetzeskonform entschieden hat, darauf verweist der Wilhelmsburger Bürgermeister Rudolf Ameisbichler: „Die Zubauten haben eine Eigendynamik entwickelt. Aber ich wünsche mir einen Ausgang, der der Realität entspricht und dass die Hütte weiter betrieben werden kann.“ Traurig wäre ein Abriss auch für St. Veits Bürgermeister Johann Gastegger: „Für die Region wäre es ein großer Verlust, aber noch gibt es keine fixe Entscheidung.“