Orden der Diözese St. Pölten für Pädagogin. Lehrerin Maria Burmetler wurde von der Diözese St. Pölten für ihre Verdienste im Religionsunterricht ausgezeichnet. Sie bedauert, dass heute in Familien weniger gebetet wird.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 31. Juli 2020 (03:20)
Fachinspektorin Hildegard Schaup (l.) überreichte für Bischof Alois Schwarz den Hippolyt-Orden an Maria Burmetler (Mitte). Die Traisner Volks- und Sonderschuldirektorin Elisabeth Höhnl (r.) gratulierte. Diözese St. Pölten
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„Kinder sind von Grund auf an Religion interessiert“, ist Maria Burmetler überzeugt. Die Religionslehrerin der Neuen Mittelschule Traisen bekam von Bischof Alois Schwarz das „Ehrenzeichen vom Heiligen Hippolyt in Silber“ für besondere Verdienste rund um den Religionsunterricht in der Diözese St. Pölten verliehen.

„Es ist für mich zum Ende meiner schulischen Laufbahn eine große Überraschung, damit ausgezeichnet zu werden“, ist die Pädagogin stolz. Der Bildungssektor war aber nicht ihr erster Berufsweg: Nach dreizehn Jahren als Einzelhandelskauffrau und der Geburt ihres Sohnes entschloss sich Burmetler, beruflich neu zu orientieren.

„Mit modernem und interessantem Unterricht kann man Schüler heute mehr für den Unterricht begeistern als früher.“ Maria Burmetler, Religionspädagogin

1996 begann sie ein Studium an der religionspädagogischen Akademie der Erzdiözese Wien für das Lehramt „Katholische Religion an Volks-, Haupt- und Sonderschulen“. 2001 schloss sie die Fächer als Diplompädagogin ab. Bereits während des Studiums war sie als Vertretungslehrerin tätig. „Insgesamt war ich an vierzehn Schulen“, erzählt die gebürtige Kilberin.

So unterrichtete sie in Ober-Grafendorf, Weinburg und Kirchberg, aber auch in St. Veit/Gölsen, Hürm, an der Doktor-Theodor-Körner-Schule in St. Pölten und war in St. Georgen und Paudorf beschäftigt. Ihre Stammschule war von Beginn an aber immer die Neue Mittelschule Traisen. Zum Schluss war sie auch an der Allgemeinen Sonderschule Traisen tätig.

„Mit modernem und interessantem Unterricht kann man Schüler heute mehr für den Unterricht begeistern als früher“, stellt sie zu pädagogischen Veränderungen im Laufe der Zeit fest. Religionsbücher, kindgerechte Aufbereitung des Lehrstoffes sowie ein offener Unterricht spielen eine große Rolle. Was sie bedauert: „Es liegt an der Einstellung der Menschheit, dass der Nachwuchs weniger religiös ist als früher. Das spiegelt sich darin, dass es weniger Taufen gibt, weniger Gottesdienste besucht werden und zu Hause kaum gebetet wird.“

Mit 1. September tritt sie den Ruhestand an. „Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge, freue mich aber auf den neuen Lebensabschnitt“, resümiert sie.