Pilgern steht beim Lilienfelder Tourismus im Fokus. Tourismusverband Traisen-Gölsental beteiligt sich an internationalem Verein Romea Strata.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. Juli 2020 (05:38)
Manuel Aichberger, Ernst Leitner und Christa Englinger vor der Standarte.
AERS/Leitner

Die Logo-Affichierung einer Standarte des Pilgervereins Via Sacra vor dem Gemeindeamt Lilienfeld wurde durch die Vizepräsidentin des internationalen Pilgervereins Romea Strata (AERS), Christa Englinger, dem Obmann des Tourismusverbandes Traisen-Gölsental, Vizebürgermeister Manuel Aichberger, und Ernst Leitner, Mitglied des Pilgervereins Via Sacra, vorgenommen.

Damit gibt es eine erste visuelle Kennzeichnung einer Via-Sacra-Standarte als Ausdruck des Beitrittes des Tourismusverbandes zu dieser internationalen Pilgerinitiative. Die Region erwartet sich von der Beteiligung eine starke internationale Positionierung der beiden Pilgerwege Via Sacra und Wiener Wallfahrerweg.

Projekt als starker Beitrag für Nachhaltigkeit

Romea Strata ist ein länderübergreifender Verein zur Einrichtung eines Kulturweges entlang eines Pilgerkorridors von den baltischen Staaten bis Rom. Ein wichtiges Ziel ist die Förderung des kulturellen Erbes in den teilnehmenden Ländern.

Das laufende Projekt wird auch einen starken Beitrag zur Verbesserung der Nachhaltigkeit leisten. Massentourismus belastet die Umwelt. Pilgerwanderungen hingegen zählen zum sanften Tourismus mit kaum negativen Auswirkungen.

Die Initiative soll daher auch das Bewusstsein für nachhaltige Reiseangebote bei Reiseveranstaltern, Beherbergungsbetrieben und Freizeitunternehmen schärfen. Besondere Betriebe und Regionen sollen dabei als europaweite Vorbilder fungieren. Darüber hinaus sollen geringer entwickelte Regionen von einer erhöhten Wertschöpfung profitieren.

Ein weiterer Vorteil ist die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regionen, die einen grenzüberschreitenden gegenseitigen Lerneffekt (von Polen, der Tschechischen Republik, Österreich und Italien) sowie ein Zusammentreffen verschiedener Kulturen mit sich bringt. Die Menschen sollen dadurch angeregt werden, sich vermehrt für verschiedene Bedeutungen und Traditionen zu öffnen.

Das Projekt wird 2022 beim Europarat zur Zertifizierung als internationale Kulturstraße eingereicht.