Grein-Coach Stankevicius: „Es hat sich für uns nichts verändert“

Erstellt am 07. Juni 2023 | 16:06
Lesezeit: 3 Min
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Foto: NÖN, Michael Bouda
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Grein fehlt nur mehr ein Punkt auf Melk. Dennoch hält Trainer Vitalis Stankevicius den Ball flach.

„Wir haben noch gar nichts erreicht. Wir sind immer noch Zweiter“, kurz und knackig beschreibt der Trainer von Grein die Ausgangsposition im Titelkampf. Ob mehr als Understatement hinter dieser Aussage steckt, lässt er sich auch auf Nachfrage nicht herauslocken. „Vor einigen Runden habe ich schon gesagt, dass wir alle ausstehenden Spiele gewinnen müssen und auf Umfaller von Melk warten müssen. Ich gehe davon aus, dass wir auch die letzten beiden Partien noch gewinnen müssen. Melk ist jetzt einmal ausgerutscht. Das heißt aber nicht, dass das gleich wieder passiert. Die haben genug Qualität im Kader, um das Saisonziel zu erreichen“, bleibt Stankevicius zurückhaltend. Was sich aber nun verändert hat, wird sichtbar, wenn man einen Blick auf den Spielplan wirft. Denn Grein könnte mit einem Heimsieg gegen Hainfeld vorlegen. Melk spielt nämlich erst einen Tag später. Und zwar daheim gegen Amstetten.

Momentum aufseiten von Grein

Eine sehr ungewohnte Ausgangslage für Melk wäre mit einem Erfolg von Grein gegen Hainfeld geschaffen. Einerseits würde Grein erstmals in der Saison auf Platz Eins liegen, andererseits steht Melk unter Druck, muss nachlegen. In der letzten Runde spielen beide Titelanwärter dann auswärts. Grein muss nach Statzendorf, trifft dort auf den dritten in der Tabelle. Melk reist nach Wallsee. Rutscht Melk in den letzten beiden Runden noch einmal aus, dann würde Grein sogar mit vier Punkten aus den letzten beiden Runden Meister werden. Denn ein nicht unwesentlicher Vorteil für die Elf von Trainer Vitalis Stankevicius ist, dass man aus den direkten Duellen vier Punkte holte. 3:2 und 2:2 endeten die direkten Vergleiche. Somit ist Grein zwar weiter von einem zumindest teilweisen Umfaller des Tabellenführers abhängig, aber das Momentum pendelte jetzt in Richtung Grein. „Ich bekomme derzeit schon sehr viele Nachrichten, in denen mir gratuliert wird. Ich weiß nur nicht zu was. Wir sind noch an zweiter Stelle“, wiederholt der Trainer.