Erfolgsgeschichte: Von Inning aus in die weite Fußballwelt

Erstellt am 05. Mai 2022 | 04:10
Lesezeit: 3 Min
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Bei der Jubiläumsfeier in Inning: Betriebsgebiet-„Hoch 6“-Obmann Martin Leonhardsberger, Rapid-Sportkoordinator und -Rekordspieler Steffen Hofmann, „11TEAMSPORTS“-Geschäftsführer Dietmar Wieser und Hürms ÖVP-Bürgermeister Johannes Zuser (von links).
Foto: Michael Bouda
„11TEAMSPORTS“ um Geschäftsführer Dietmar Wieser feierte das fünfjährige Bestehen. Es hat sich viel getan seit 2017.
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Was haben die Nationalmannschaft von Ghana, Rapid Wien und die SU Bischofstetten gemeinsam? Richtig! Die Dressen der drei Teams werden allesamt in Inning bedruckt.

Seit fünf Jahren ist das Betriebsgebiet „Hoch 6“ Standort von „11TEAMSPORTS“ – und das wurde vergangenen Donnerstag gefeiert. Denn zu feiern gibt es im Unternehmen von Geschäftsführer Dietmar Wieser viel. „So viel, wie passiert ist, müssten es eigentlich 15 Jahre sein“, lachte Wieser.

Begonnen hat alles 2017 mit sechs Mitarbeitern in Inning, heute hat „11TEAMSPORTS“ neun Standorte in sieben Bundesländern mit 146 Mitarbeitern.

„Am meisten macht mich stolz, dass die sechs von damals heute noch immer dabei sind“, hebt der Geschäftsführer die Bedeutung für die regionale Wirtschaft hervor. Das tat auch Hürms ÖVP-Bürgermeister Johannes Zuser: „Wir sind sehr dankbar, dass Dietmar diesen Standort gewählt hat. Das Unternehmen ist ein Aushängeschild, mit dem Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden.“

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Spezialisiert ist das Unternehmen darauf, Vereine, egal welcher Sportart, auszustatten. Im Mittelpunkt steht der Textildruck, insbesondere Trikots, ebenso aber sämtliche weitere Ausrüstung – von der Ballpumpe bis zum Sitzpolster. 900.000 Euro Umsatz machte man 2017, dieses Jahr werden es bereits über 20 Millionen Euro sein. Mittlerweile werden über 600 Vereine als Vertragspartner betreut – unzählige aus der Region wie eben Bischofstetten, der SCU Kilb oder der ASK Loosdorf.

Rapid Wien, Sturm Graz und Co. ins Boot geholt

Die Pandemie bedeutete kurzfristig den Wegfall der Haupteinnahmequelle: Ein Fußballverein, der nicht spielt, braucht keine neue Ausrüstung. Aber Wieser machte aus der Not eine Tugend und brachte den Ball bei der Zusammenarbeit mit professionellen Vereinen ins Rollen.

Dass der weltweit größte Sportartikelhersteller Nike sich genau zu dieser Zeit aus den einzelnen Ländern zurückzog, spielte „11TEAMSPORTS“ in die Karten. Denn heute werden von Inning aus zwölf „Pro-Clubs“ betreut: von Rapid über Sturm Graz bis zum jüngsten Großkunden – SKU Amstetten.

Und weil „11TEAMSPORTS“ mit weiteren großen Marken wie Puma zusammenarbeitet, werden die Trikots aus Inning auch bei der Fußball-WM in Katar zu sehen sein: Sämtliche afrikanischen Nationalmannschaften werden von „11TEAMSPORTS“ ausgerüstet.

Das Know-how dafür eignete man sich nach und nach an. Mittlerweile ist man die größte Textildruckerei in ganz Österreich und beherrscht die Technik, dass auch jedes noch so detailreiche Logo ein Trikot ziert. Einherging mit dem Wachstum ein ständiger Ausbau des Standorts in Inning. Und wie geht es weiter? „Eine weitere Logistikhalle haben wir schon reserviert“, verrät Wieser.

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