Pöchlarner City wird nur bei Events autofrei. An den Sommerwochenenden 2020 wurden Autos aus der Innenstadt verbannt. Heuer gibt‘s die Aktion in dieser Form nicht mehr.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 14. April 2021 (05:16)
Jasmin Fuchs, ÖVP-Wirtschaftsstadträtin, präsentiert die Cities-App. Foto: privat
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Erstmals verwandelte sich im vergangenen Sommer an den Wochenenden die Innenstadt zwischen Thörring- und Kirchenplatz zur temporären Fußgängerzone. Für den sommerlichen City-Genuss – damals war schließlich auch der Gastronomiebetrieb mit Einschränkungen möglich – wurden von Samstagnachmittag bis Sonntagabend von Juli bis Mitte Oktober Fahrzeuge per Poller aus der Innenstadt verbannt.

Nach der Testphase im ersten „Corona-Sommer“ berichtete ÖVP-Wirtschaftsstadträtin Jasmin Fuchs, dass die Aktion bei der Bevölkerung gut ankam. Kein Wunder – sitzt man etwa in den Schanigärten im Thörringplatz, fahren ohne Citysperre die passierenden Autos sehr knapp an den Gästen vorbei.

Wenn die Gastro wieder aufsperren darf – dies soll sich laut aktuellem Stand Anfang Mai entscheiden –, wird das aber wieder zum gewohnten Bild werden: Im zweiten „Corona-Sommer“ wird es das Wochenendprojekt um die autofreie Innenstadt in dieser Form nämlich nicht mehr geben.

„Es gab Gespräche mit den Gastgartenbetreibern zu dem Modellversuch von 2020, in denen keine dringende Fortsetzung formuliert wurde“, erläutert Fuchs. Sie betont jedoch, dass die Begegnungszone in Pöchlarn auch als solche genutzt werden soll – wenn auch nicht auf wöchentlicher Basis. „Der Poller soll bei diversen Veranstaltungen zum Einsatz kommen und auf diese freue ich mich schon sehr.“ Freuen können sich jetzt auch die Markt- und Gastgartenbetreiber Pöchlarns: Eine Lösung für die Gebrauchsabgabe ist gefunden.

Gebrauchsabgabe wird rückerstattet

Bereits in der Jänner-Sitzung brachte die FPÖ einen Dringlichkeitsantrag zugunsten der Gastronomen und Markthändler ein. Die Freiheitlichen forderten, auf die Vorschreibung der Gebrauchsabgabe rückwirkend für den Zeitraum von Juni bis Ende Oktober 2020 zu verzichten – es gehe um rund 4.000 Euro, die man den betroffenen Betrieben erlassen würde, betonte FPÖ-Fraktionschef Gerald Albrecht. Der Antrag erhielt keine Mehrheit, landete aber in den Ausschüssen für Finanzen und Wirtschaft.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung präsentierte Stadträtin Fuchs die Lösung in Form einer „einmaligen Wirtschaftsförderung“. Dabei bekommen nun die Markt- und Gastgartenbetreiber Pöchlarns die Gebrauchsabgabe für 2020 – nach erfolgter Zahlung – zurückerstattet. Und, wie Fuchs betont: „Im Zuge dessen wurde auch gleich die Rückerstattung für die Lockdown-Monate 2021 beschlossen.“

Eine Bestätigung für die Freiheitlichen der Nibelungenstadt, wie FPÖ-Stadtrat Andreas Willatschek mit einem Augenzwinkern sagt: „Jetzt hat unser Dringlichkeitsantrag doch noch Früchte getragen – ganz nach dem Motto ‚Gut Ding braucht Weile.‘“

Wie Montagabend bekannt wurde, sorgt der Lockdwon noch bis Sonntag, 2. Mai, für geschlossene Handelsbetriebe. Stadträtin Fuchs spricht von einer „sehr zermürbenden Zeit für Wirtschaftsbetriebe“, nichtsdestotrotz sei die Pöchlarner Wirtschaft sehr aktiv. „Aktuell arbeiten wir an einer App zur Kundenbindung und Kundeninformation“, informiert sie.

Und eine weitere App ist im Anmarsch, wie Fuchs erzählt: die Cities App. Damit bekommen die Nutzer Informationen über und aus Pöchlarn direkt aufs Smartphone. Ab dieser Woche kann die App gedownloaded werden.

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