Corona verhindert Traditionskirtage im Bezirk Melk

Mit den steigenden Infektionszahlen leert sich abermals der Eventkalender im Bezirk. Ein Überblick über die Veranstaltungsflaute.

Denise Schweiger
Denise Schweiger Erstellt am 22. September 2021 | 06:04

Wer in den vergangenen Wochen und Monaten kein Fest besucht hat, wird das wohl auch in der nächsten Zeit nicht tun. Angesichts der steigenden Infektionszahlen folgt eine Event-Absage im Bezirk auf die nächste. Die NÖN informiert über die aktuelle Situation und hat bei der Behörde nachgefragt, wie es um die Feierlaune im Bezirk Melk steht.

Kolomanikirtag in Melk. Zum zweiten Mal bleibt’s am 13. Oktober still in Melk: Der Kolomanikirtag muss auch dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. So hat es der Stadtrat einstimmig beschlossen, wie es vonseiten der Stadtgemeinde heißt. „Für uns hat die Sicherheit oberste Priorität. Leider lässt es die derzeitige Situation nicht zu ein derartiges Großevent zu veranstalten, weshalb wir den diesjährigen Kolomanikirtag absagen müssen“, kommentiert Melks ÖVP-Stadtchef Patrick Strobl das diesjährige Aus für den Kultkirtag.

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Käsemarkt in Maria Taferl. Kultstatus hat auch der Käsemarkt am Taferlberg, der traditionell im Oktober stattfindet. Auf den müssen Käse- und Marktliebhaber aber auch dieses Jahr verzichten: Via-Facebook-Posting informierte die Gemeinde kurz und knapp über die Absage 2021. Nachgefragt bei Karl Stix von der Käsehütte erläutert er: „Es ist natürlich schade, aber das Komitee hat so entschieden. Hoffentlich findet nächstes Jahr wieder der Käsemarkt statt!“, zeigt er sich optimistisch.

Nussfest und Dirndlball in Krummnußbaum. Bereits im März musste Krummnußbaums ÖVP-Bürgermeister Bernhard Kerndler auf NÖN-Anfrage abwinken: Das Nussfest sowie der Dirndlball müssen pandemiebedingt abermals aussetzen.

Schmankerlmarkt in Braunegg. Der beliebte Schmankerlmarkt in Raxendorf hätte Anfang Oktober stattfinden sollen – dieser wurde nun abgesagt.

Hobby-Kunst-Advent des Kultur- und Denkmalschutzvereins Leiben. Bis zur Weihnachtszeit dauert‘s zwar noch, doch wie jetzt bekannt wurde, wird es auf Schloss Leiben heuer nicht „weihnachten“. „Aufgrund der derzeitigen Covid-19-Auflagen“, ist auf der Homepage der Gemeinde zu lesen, wird der Hobby-Kunst-Advent dieses Jahr wieder nicht über die Bühne gehen. „Gesundheit hat Vorrang und oberste Priorität“, betont der Kultur- und Denkmalschutzverein. Damit hat das Virus bereits dem ersten Event in der Adventzeit 2021 einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Das sagt die Bezirkshauptmannschaft Melk. Nachgefragt bei der Bezirkshauptmannschaft Melk erläutert Norbert Haselsteiner, dass die Vorgaben an Veranstaltungen grundsätzlich gesetzlich geregelt sind: „Diese werden bei anzeige- oder genehmigungspflichtigen Veranstaltungen auch beurteilt.“ Im Rahmen der Beratung werde „in Einzelfällen dem Veranstalter aus epidemiologischer Sicht aber auch empfohlen, von einer Veranstaltung Abstand zu nehmen.“