Fulminantes Mado-Finish in Amstetten geplant. Nach fünf Jahren muss sich das Manker Unternehmen Mado aus Remise Amstetten zurückziehen. Bis zum Herbst will man es aber noch einige Male ordentlich krachen lassen.

Von Michael Bouda und Hermann Knapp. Erstellt am 03. März 2021 (04:02)
Das einzigartige Ambiente der Amstettner Remise kann von Mado noch bis zum Herbst genutzt werden.
Mado

Legendäre Konzerte, ausgelassene Partys und Feiern bis in die Morgenstunden. Woran in Corona-Zeiten schon lange nicht mehr zu denken ist, erfüllte die Remise in Amstetten von 2015 bis zum ersten Lockdown vor rund einem Jahr. Und zwar dank der Manker Eventagentur Mado.

Die beiden Geschäftsführer Martin und Doris Hinterleitner entdeckten das Potenzial in den alten Räumlichkeiten am Amstettner Bahnhof und verwandelten das Areal in einen Kulturtempel.

Mit Ende Herbst wird es sich in der Remise aber endgültig ausgetanzt haben: Die Hallen 1 und 2 werden in der zweiten Jahreshälfte abgerissen und es wird mit dem „Ecocenter“ ein neuer Standort für Unternehmen geschaffen, wie ÖVP-Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger bei einer Pressekonferenz präsentiert hat.

„Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen wird“, spricht Kerstin Aigner von Mado davon, dass es „sehr, sehr schade“ sei, mit der Remise eine „einzigartige Location“ zu verlieren. Bis die Baumaschinen im Herbst anrollen, will man das im ganzen Mostviertel bekannte Lokal aber neuerlich zum Publikumsmagneten machen.

„Wir wollen das Frühjahr und den Sommer noch einmal nutzen, bevor wir unsere Zelte abbrechen – sofern es erlaubt ist“, kündigt Aigner zwischen fünf und zehn Konzerte österreichischer Künstler an, die steigen sollen. Den Anfang soll Ina Regen am 21. Mai machen.

Zusätzlich soll das Loungelokal „Drehscheibe“ zwischen Mai und August jeweils Donnerstag bis Sonntag viele Leute anlocken. Mado ist unterdessen auf der Suche nach einem Remise-Nachfolger. Aigner: „Wir erkundigen uns schon nach einem Ersatzlokal im Raum Amstetten.“