Schneiderberg-„Müllhalde“ als Aufreger in Melk. Melker beanstandet Zustand eines Areals am Schneiderberg. Eigentümer betonen: „Autos sind bald weg.“

Von Denise Schweiger. Erstellt am 01. März 2019 (06:06)
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Am Wachauring vorbei in Richtung Pöverding (Stadtgemeinde Melk) passiert man ein eingezäuntes Areal. Dass dort einiges gelagert wird, stößt einem Melker sauer auf.

„Muss das sein? Eine Müllhalde direkt vorm Ort macht doch kein schönes Bild“, ärgert sich ein Melker, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Der Grund für seinen Ärger: Bei der Einfahrt zur Katastralgemeinde Pöverding befindet sich ein eingezäuntes Areal am Schneiderberg. Dort werden Holzstücke, Reifen und Autos gelagert.

„In Pöverding bieten viele Familien Fremdenzimmer an. Die Urlauber müssen sich ihren Teil denken, wenn sie da vorbeigehen“, argumentiert der NÖN-Leser. Zudem sorgt er sich um die Umwelt. „Schließlich verlieren Fahrzeuge Flüssigkeiten. Das sickert dort einfach in die Erde.“

„Seit Zwangsräumung landet der Müll einfach auf der anderen Seite“

Aussagen, die die Eigentümerin des Geländes, Elfriede Kaltenbrunner, nicht nachvollziehen kann. „Über den Winter stellt unser Sohn seine Autos auf der Pferdekoppel ab. Die sind bald wieder weg. Übrigens: Jeder kann sich bei Bedenken direkt an uns wenden. Das muss doch nicht über sieben Ecken laufen“, erklärt Kaltenbrunner gegenüber der NÖN.

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Am Wachauring vorbei in Richtung Pöverding (Stadtgemeinde Melk) passiert man ein eingezäuntes Areal. Dass dort einiges gelagert wird, stößt einem Melker sauer auf.

Dass die Fahrzeuge nur über den Winter dort „parken“, ist laut dem Melker, der lieber anonym bleibt, allerdings nicht der Fall. „Das Gelände wurde schon vor über zehn Jahren als Deponie genutzt. Dann wurde es zwangsgeräumt, seitdem landet der Müll einfach auf der anderen Seite.“

Dass damals die Behörde einschritt, bestätigt die Bezirkshauptmannschaft. „Seitdem gab es dort keine Vorfälle. Wenn die derzeitige Lagerung gegen das Gesetz verstößt, müssen wir uns das ansehen“, informiert Bezirkshauptmann-Stellvertreter Gottfried Hagel.

Nachgefragt bei VP-Stadtchef Patrick Strobl gibt dieser an, von keinerlei Umweltsünden am Schneiderberg Bescheid zu wissen. „Blödsinn“, findet der anonyme Melker. „Jeder Gemeinderat, der das Kellergassenfest in Pöverding besucht, hat die Müllhalde schon einmal gesehen. Das geht gar nicht anders.“