Massentests im Bezirk Melk: Runde zwei in Vorbereitung. Dieses Wochenende kann man sich in den Gemeinden wieder kostenlos auf Covid-19 testen lassen. Kommunen bereiten sich vor.

Von Denise Schweiger und Markus Glück. Erstellt am 15. Januar 2021 (05:22)
Die Pöchlarner Teststraße befindet sich wieder in der Turnhalle.
Stefan Fischer

Die ersten Massentests im Rahmen der Aktion „Niederösterreich testet“ Mitte Dezember 2020 wurden im Bezirk Melk kaum genutzt. Nur 29,4 Prozent – also weniger als ein Drittel – der Bevölkerung nahmen an der kostenlosen Testoffensive in den 40 Gemeinden teil.

An diesem Wochenende geht die Aktion in die zweite Runde, die Gesamtorganisation liegt abermals bei den einzelnen Kommunen. Wie schon in der ersten Runde gibt‘s bei Bedarf Unterstützung von den Einsatzkräften.

"Momentaufnahme": Kuntner übt Kritik

Dominik Gruber, Rotkreuz-Bezirksgeschäftsführer, rechnet dieses Mal mit mehr Personen, die sich bei den Massentests auf Covid-19 testen lassen werden. „Es gibt jetzt mehr Informationen und die Massentests machen auch nur Sinn, wenn auch viele Leute diese Chance wahrnehmen“, betont er.

In den Gemeinden werde laut Gruber jetzt mehr Personal angefordert als im Dezember. „Die Freiwilligkeit ist nach aktuellem Stand um etwa 10-15 Prozent gesunken. Da wir jetzt etwas mehr Vorbereitungszeit hatten und auch routinierter sind, blicken wir der Durchführung positiv entgegen“, sagt der Bezirksgeschäftsführer.

In Ybbs laufen die Vorbereitungen für die Massentests bereits auf Hochtouren. Anders als bei den ersten Massentests werden dieses Mal alle drei Teststraßen in der ehemaligen Lidl-Filiale angesiedelt. „Ich hoffe aber, dass mehr Personen daran teilnehmen. Die Testungen sind ein enormer Aufwand, für die Freiwillige den ganzen Tag opfern.“

Kritik an den Massentestungen gibt es vom Melker FP-Gemeinderat Rudolf Kuntner. Für ihn seien die Tests nur eine Momentaufnahme: „Diese sogenannten Massentestungen sind eine katastrophale Geldverschwendung der Regierung. Daher habe ich unserem Bürgermeister auch mitgeteilt, nicht als Freiwilliger dafür zur Verfügung zu stehen“, meint Kuntner, der sich nur testen lassen will, wenn er Symptome hat.

In Pöchlarn stecke man „mitten in den Vorbereitungen“ wie VP-Stadtchef Franz Heisler betont. Getestet wird in der City wieder in der Turnhalle.