Melk

Erstellt am 21. Dezember 2017, 05:00

von Denise Schweiger

Containerdorf in Melk steht jetzt leer. 2015 bezogen 30 Asylwerber die Unterkunft beim Stift Melk. Jetzt wurde es geschlossen – abgeschoben wurde niemand.

Was mit den 25 Containern beim Stift Melk passiert, wird erst nach Weihnachten entschieden.  |  Schweiger

Am 23. Dezember 2015 zogen 30 Flüchtlinge mit der Hoffnung auf Asyl in das Containerdorf in Melk ein.

Für zwei Jahre waren die 25 Container in der Nähe des Stift Melk ein Zuhause für Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

Viele positive Asylbescheide

Die Zahl der dort lebenden Menschen ist stetig geschrumpft, Grund dafür waren viele positive Asylbescheide: Kein einziger Flüchtling wurde abgeschoben. Mittlerweile steht die Unterkunft komplett leer – eine vierköpfige Familie wurde in einer Caritas-Wohnung in Melk untergebracht.

Ursprünglich war das Asylquartier auf drei Jahre befristet. Dass es früher geschlossen werden konnte, freut Marianne Weigl von der Caritas: „Da niemand wusste, wie sich die Flüchtlingswelle entwickelt, haben wir anfangs drei Jahre vereinbart. Außerdem ist es ist toll, dass niemand abgeschoben wurde.“

Ob Unterkunft stehen bleibt, ist noch offen

Dabei dankt sie auch den zahlreichen freiwilligen Helfern und dem Stift Melk: „Ohne ihre Hilfe wäre die Herausforderung nicht zu stemmen gewesen.“

Ob das Containerdorf stehen bleibt oder abgebaut wird, ist noch offen. „Da wird es nach Weihnachten Gespräche geben“, informiert Weigl.