Nächster Schritt für Kilber Photovoltaik-Anlage. Großprojekt in Kilb wurde beim Land Niederösterreich eingereicht. Umfassende Bürgerinformation läuft diese Woche an, Veranstaltung soll folgen.

Von Michael Bouda. Erstellt am 21. Februar 2021 (05:53)
Wie in diesem Plan soll die Photovol taikanlage zwischen Schützen und Kilb ausgestaltet sein. Noch nicht eingezeichnet ist dabei der obligatorische Freibereich unterhalb der Hochspannungsleitung. Auf eine Betriebszeit von 30 Jahren ist die Anlage ausgelegt.
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Beim ersten NÖN-Lokalaugenschein Ende vergangenen Jahres waren noch einige Details offen, nun liegen die Fakten zur geplanten Photovoltaikanlage (PV-Anlage) zwischen Kilb und Schützen auf dem Tisch.

„Wir haben beim Land Niederösterreich die Einreichung zur Flächenzonierung gemacht“, erklärt Hans Janker, Geschäftsführer des Kilber Unternehmens Ecowind, das das Projekt umsetzen will.

Auf elf Hektar beläuft sich nun die Fläche, auf der künftig Strom aus Sonnenenergie gewonnen werden soll (zum genauen Verlauf siehe Grafik oben). Ecowind hat die Erlaubnis der Grundeigentümer für die Beplanung und Bodenuntersuchungen erhalten, wie Janker erläutert. Hinzu kommt, dass nun auch die Netzzusage fix ist, um beim nahegelegenen Umspannwerk (siehe Grafik oben) den Strom einzuspeisen.

„Wir sind jetzt in der Warteposition“

Es war aber erst die erste Etappe. „Wir sind jetzt in der Warteposition“, sagt Janker. Denn nun ist das Land Niederösterreich bei der Erstellung des Zonenplans (die NÖN berichtete, siehe hier ) am Zug.

Erst nach dem grünen Licht durch das Land kann sich der Gemeinderat mit der Widmung befassen, ehe dann mit dem Bau begonnen werden könnte. Seitens Ecowind hofft Janker mit einem Baustart 2023, vier bis fünf Monate beträgt dann die Bauzeit.

Nachdem die Vorplanung nun abgeschlossen ist, beginnen die Vorarbeiten für verschiedene Genehmigungsverfahren. „Wenn in nächster Zeit jemand mit einem Fotoapparat oder Messgeräten am Gelände unterwegs ist, bedeutet das nicht, dass schon gebaut wird“, beruhigt Janker, dass es sich dabei nur um die Vorbereitungsarbeiten für die Verfahren handelt. „Der Baubeginn wird dann natürlich noch einmal eigens angekündigt – wahrscheinlich aber erst 2023.“

Bis dahin will das Unternehmen aber umfassend die Kilber Bevölkerung informieren. Vorgesehen gewesen wären Informationsveranstaltungen, wo beispielsweise auch die Solarmodule aus der Nähe begutachtet werden hätten können. Da dies Corona-bedingt derzeit nicht möglich ist, erfolgt diese Woche eine Information an die Bevölkerung per Postwurf und auch eine eigene Homepage wurde eingerichtet: www.solarpark-kilb.at. „Dort werden wir die Bevölkerung laufend informieren“, betont Janker.

Neben allgemeinen Informationen zum Projekt finden sich auch Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie Visualisierungen, wie die PV-Anlage von einigen Punkten in der Umgebung aus aussehen würde.