Holler und Maier: Im Kleinbus nach China. Sebastian Holler (26) und Sebastian Maier (27) haben Großes vor: eine Forschungsreise entlang der Seidenstraße, von Melk nach Shanghai. Im April 2019 geht‘s los.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 26. September 2018 (04:00)
Austria goes Silk Road
Das Team von „Austria goes Silk Road“: Sebastian Maier (Dunkelsteinerwald), Sebastian Holler (Artstetten-Pöbring) und Florian Krendl (Kilb).

Zwei junge Männer, über 33.000 Kilometer, eine Mission: Sebastian Holler und Sebastian Maier planen eine Forschungsexpedition von Melk über Wien nach Shanghai. Dass sie sich im Dienst der Wissenschaft auf den Weg machen, hätten die beiden anfangs aber nicht gedacht.

Denise Schweiger
In der „grünen Mamba“ geht‘s durch Eurasien. Im April 2019 starten die Abenteurer ihre Forschungsexpedition entlang der neuen Seidenstraße. Ihre Erlebnisse halten sie auf ihrer Homepage und in den sozialen Netzwerken fest.

„Die Idee hatte ich, als ich vor zwei Jahren mit der Transsibirischen Eisenbahn unterwegs war“, erinnert sich Holler zurück. Der 26-Jährige aus Artstetten-Pöbring reist gerne. Diese Leidenschaft teilt er mit Maier – prompt entschied sich der 27-Jährige aus der Gemeinde Dunkelsteinerwald, sich seinem Freund anzuschließen. Bei den weiteren Planungen entschlossen sich die beiden dazu, ihre Expedition mit der Öffentlichkeit zu teilen. Und zwar nicht in Form eines einfachen Reise-Blogs.

„Wir wollen mehr als eine gute Zeit und schöne Urlaubsfotos. Es geht uns darum, die Länder wirklich kennenzulernen und diese Eindrücke zu vermitteln“, erläutert Holler die Hintergrundidee zu „Austria goes Silk Road“, dem Titel ihres Forschungsprojektes.

„Wir wollen mehr als eine gute Zeit und schöne Urlaubsfotos. Es geht uns darum, die Länder wirklich kennenzulernen.“Sebastian Holler 

Ihre Route ist die neue Seidenstraße: Eines der größten und ambitioniertesten Wirtschaftsprojekte, das weltweit umgesetzt wird. „One Belt, One Road“ ist der offizielle Name der Verbindung von über 70 Staaten in Asien, Afrika und Europa. Diesen Wirtschaftskorridor wollen Holler und Maier erkunden. Straßen, Brücken, Schienen, Häfen und Pipelines zwischen London, Moskau und Istanbul, vorbei an Bishkek und Kaschgar nach Shanghai.

„Wir werden die Infrastruktur erforschen und den Austausch zwischen Europa und Asien fördern“, hält Maier fest. Das alles geschieht übrigens mit der „grünen Mamba“: Die Route legen die beiden Abenteurer nämlich in einem Kleinbus zurück.

Im April 2019 wollen Holler und Maier aufbrechen. Bis dahin gibt es noch einiges zu erledigen, wie der Pressesprecher und Marketing-Verantwortliche des Projekts, Florian Krendl aus Kilb, informiert: „Wir sind voller Tatendrang und Energie. Und ein ausgewogenes Team, jeder bringt seine Stärken in dieses Projekt ein.“

Mehr Infos findet ihr auf der Facebook-Seite "Austria Goes Silk Road" 

 

dikobrazi/Shutterstock.com; Foto: Leonid Andronov; Sven Hansche/Shutterstock.com
Die Route der Abenteurer aus dem Bezirk Melk