Melk: Aufregung um Entführungsversuch. Aufregung in der Bezirkshauptstadt: Am Mittwoch soll ein angeblich ausländischer Mann, ein 16-jähriges Mädchen versucht haben in sein Auto zu zerren. Der Vater des Mädchens berichtet auf seiner Facebook-Seite, dass sich seine Tochter noch rechtzeitig befreien konnte.

Von Markus Glück. Update am 29. September 2017 (09:31)
Stadt Melk/Gleiß
Das Wachaubad in Melk

Nachgefragt beim Melker Bezirkspolizeikommando bestätigen Beamte, dass es beim Wachaubad gegen 5.30 Uhr tatsächlich zu einem Vorfall gekommen ist. Laut Polizei fuhr ein Mann, vermutlich mit einem dunklen Kombi, neben die 16-Jährige. Dabei rief er durch die geöffnete Fensterscheibe „Hey Pupperl“.

„Der Schock sitzt sehr tief“

Das Mädchen bekam es mit der Angst zu tun und versuchte ihren Vater anzurufen. Währenddessen fuhr der Lenker des Fahrzeuges weiter neben ihr her. Als der noch unbekannte Täter ausstieg, erfasste er das Mädchen am Handgelenk. „Komm mit“, forderte er die 16-Jährige auf. Diese konnte sich losreißen und flüchten.

Die Fahndung nach dem Täter dürfte sich allerdings als schwierig gestalten, da er eine Kapuze trug. Gegenüber der NÖN betont der Vater: „Sie hat nur einen Kapuzenpullover erkannt und sich nichts anderes gemerkt, da der Schock sehr tief sitzt. Mittlerweile geht es ihr aber besser.“

Ein weiteres Problem für die Polizei stellt die Tatsache dar, dass die Anzeige nicht sofort, sondern einige Stunden später erfolgt ist. „Wir bitten darum, solche Sachen sofort anzuzeigen. Eine verspätete Anzeige erschwert die Ermittlungsarbeit“, appelliert ein Beamter.

Laut dem Opfer ist der Mann zwischen 40 und 50 Jahren, 185cm groß. Er sprach im österreichischen Dialekt mit ausländischem Akzent. Am Finger trug er einen silbernen, breiten Ring.